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Pkw-EU-Norm 6 zwingt Tiefziehteilehersteller schon jetzt zum Handeln

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Im Jahr 2014 tritt die Norm 6 der Europäischen Union für Automobile in Kraft. Sie soll noch einmal erheblich dazu beitragen, den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen zu reduzieren. Doch die neue Norm stellt schon jetzt wesentliche Anforderungen an die Automobilindustrie, wie Geschäftsführer Jens Euscher-Klingenhagen von der Bielefelder Euscher GmbH & Co. KG auf der Hannover-Messe 2010 erklärt.

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Auch wenn die Norm 6 der Europäischen Union für Automobile erst 2014 in Kraft tritt, müssen die Hersteller von Tiefziehteilen jetzt schon reagieren. Bild: Euscher
Auch wenn die Norm 6 der Europäischen Union für Automobile erst 2014 in Kraft tritt, müssen die Hersteller von Tiefziehteilen jetzt schon reagieren. Bild: Euscher
( Archiv: Vogel Business Media )

„Zum einen sind zur Senkung des Verbrauchs und somit des Schadstoffausstoßes natürlich Aspekte wie Gewichtsreduzierung und Verbesserungen der Aerodynamik bei den Fahrzeugherstellern ein Thema. Zum anderen stecken im klassischen Verbrennungsmotor noch viele Potenziale, die nun durch gezielte Optimierungen gehoben werden müssen“, sagt Euscher-Klingenhagen.

Sensoren müssen höheren Belastungen standhalten

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Erfassung von Motordaten. Geht es beispielsweise um die Sensoren für den Abgasstrang, werden diese nicht nur kleiner, sondern rücken zugleich wesentlich näher an den Brennraum heran. Somit müssen die Sensoren laut Euscher-Klingenhagen „weitaus höheren thermischen und mechanischen Belastungen“ standhalten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Kaltstartsysteme für Dieselfahrzeuge eine enorme Temperaturbeständigkeit haben müssen. „Diesen hohen Belastungen halten Standardlegierungen nicht mehr stand“, sagt der Euscher-Geschäftsführer.

Sie würden stark korrodieren oder sogar schmelzen. Ersatzwerkstoffe werden in hochwarmfesten, rostfreien Stahl- und Nickelbasislegierungen gesehen.

Hersteller von Tiefziehteilen erweitert Maschinenpark

Der Bielefelder Hersteller hochwertiger Präzisionstiefziehteile hat sich bereits auf diese veränderten Anforderungen eingestellt. „Wir haben unseren Maschinenpark im Hinblick auf diese Produkte um neue Pressen mit mittlerer Presskraft erweitert“, berichtet Euscher-Klingenhagen. Darauf fertigt der Aussteller bereits Tiefziehteile aus diesen hochwarmfesten Werkstoffen.

Das Ergebnis ist laut dem Euscher-Geschäftsführer „ein Höchstmaß an Präzision“, selbst bei kleinsten Bauteilen. „Aufgrund der langjährigen Tiefzieherfahrung wissen wir genau, worauf es beim Umformungsprozess mit diesen Werkstoffen ankommt.“ So verweist der Tiefziehspezialist auf die Gasdichtigkeit bestimmter Hohlteile.

Euscher GmbH und Co. KG auf der Hannover-Messe 2010: Halle 4, Stand A23

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