Suchen

Lochen/Stanzen/Ausklinken/Prägen/Zuschneiden

Platinenschneidanlage mit Stanzeinheit verdreifacht Produktivität

| Autor: Stéphane Itasse

Für die Wirth GmbH war es eine zentrale Entscheidung: Sollte das Unternehmen die fast 20 Jahre alte Platinenschneidanlage um eine Stanzeinheit erweitern oder eine neue Maschine anschaffen? Der Beschluss fiel schließlich zugunsten einer Powerline S von Schuler, die vor Kurzem in Betrieb gegangen ist. Und schon jetzt zeigt sich, dass sich die Anschaffung gelohnt hat.

Firmen zum Thema

Neu in Betrieb ist eine Powerline S von Schuler beim Kantprofil-Hersteller Wirth in Landsberg bei Halle (Saale).
Neu in Betrieb ist eine Powerline S von Schuler beim Kantprofil-Hersteller Wirth in Landsberg bei Halle (Saale).
( Bild: Schuler )

Wir haben einen Auftrag über 34 t an Kantprofilen erhalten, den ein Mitarbeiter in 8 h an der neuen Bandanlage erledigt hat“, berichtet Produktionsleiter Rainer Roth laut einer Mitteilung von Schuler. „Das ist eine riesige Ersparnis. Denn mit der alten Maschine hätte das mindestens 24 h gedauert und es wären zwei Mitarbeiter damit beschäftigt gewesen.“ Die wären schon alleine dafür nötig gewesen, um die schweren, bis zu 6 m langen Bleche nach dem Abcoilen, Richten und Querteilen auf die Stanz-Nibbel-Anlage aufzulegen und dort zu lochen.

Neue Platinenschneidanlage entlastet Bediener

Die Entlastung von diesen schweren körperlichen Tätigkeiten war ein Grund, warum die neue Anlage auch unter den Bedienern schnell beliebt war, wie der Hersteller berichtet. Hinzu sei gekommen, dass die Mitarbeiter frühzeitig in die Entscheidung eingebunden waren, sagt Roth: „Auch wenn sie sich zunächst umstellen mussten, macht es ihnen Spaß, an einer modernen Maschine zu arbeiten.“ Mit Funktionen wie dem automatischen Einfahren und Rückspulen des Coils sowie der Bandkantenregelung und vielen weiteren Funktionen – Richten, Lochen, Stanzen, Ausklinken, Prägen, Kennzeichnen der Teile und Zuschneiden – verfüge die Powerline S von Schuler über einen höheren Automatisierungsgrad als der Vorgänger.

Dass die Wirth GmbH in eine fortschrittliche Technik investieren musste, sei spätestens dann klar gewesen, als das Unternehmen sein Portfolio an Kantprofilen um Pfetten und Riegel erweitert habe, tragenden Elemente von Hallendächern und -wänden: „Das passte in unser Produktprogramm, und der Markt dafür wächst“, erklärt Geschäftsführer Holger Schadwinkel. „Wir brauchten also günstige Fertigungsmöglichkeiten, um mit dem Wettbewerb mithalten zu können. Doch die bot unsere bisherige Anlage nicht.“ Denn Pfetten und Riegel sind in der Regel gelocht und eine automatische Stanzeinheit hatte die vorhandene Maschine laut Mitteilung nicht.

Ergänzendes zum Thema
Die Powerline S im Detail

Die technischen Daten der Powerline S sind:

  • Bandbreite: 1850 mm
  • Banddicke: 6 mm
  • Bandquerschnitt: 6500 mm²
  • Coilgewicht: 25 t
  • Stanzeinheit: 12 Werkzeuge
  • Anlagenbediener: 1 Person
  • Stellfläche: 50 m²
  • Produktivität 40 Fertigteile pro Minute
  • Zu den Vorteilen der Maschine gehören:

  • Bandkantenregelung für lagentreues Rückspulen
  • Vario-Richtmaschine für breites Materialspektrum (Stahl, hochfester Stahl, Aluminium)
  • Integrierbarer Folienkaschierprozess
  • Automatisches Einlesen von CAD-Daten
  • Hochpräzise und flexible Ausstanzungen
  • Teilekennzeichnung
  • Positionsgenaues Querteilen.
  • Schuler geht genau auf Kundenwünsche ein

    „Wir wussten, dass Schuler solche Anlagen schon gebaut hat“, erzählt Roth weiter. „Also haben wir angefragt und definiert, was wir erwarten.“ Eine Bedingung sei gewesen, dass darauf dieselbe Steuerungssoftware laufen sollte wie auf den anderen Maschinen bei Wirth. „Schuler ist darauf eingegangen, obwohl es dort mit diesem System noch keine Erfahrung gab“, ergänzt Schadwinkel. „Das hat schließlich den Ausschlag gegeben, warum wir uns für die Powerline S entschieden haben.“

    „Dass es bei einem solchen Projekt an irgendeiner Stelle mal hakt, ist ja logisch“, blickt Roth zurück. „Manche Kleinigkeiten fallen auch erst im Produktionsbetrieb auf. Aber Schuler ist auf unsere Wünsche eingegangen und hat funktionierende Lösungen präsentiert. Auch die Abnahme war perfekt durchorganisiert. Das habe ich als sehr positiv empfunden.“

    Das Fazit laut Mitteilung des Herstellers: „Die Maschine hält, was sie verspricht“, sagt Produktionsleiter Roth. „Schuler hat die Anforderungen voll und ganz erfüllt.“ „Wir sind bei Schuler in guten Händen gewesen“, stimmt ihm Schadwinkel zu. „Das sind echte Profis.“

    Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43505693)

    Das könnte Sie auch interessieren SCHLIESSEN ÖFFNEN
    Die gesamte Fertigungslinie im Überblick (von links) mit Coilbereitstellung, Ladewagen, Wendehaspel, Richtmaschine, Schlaufengrube, Lochstanze und Querteilanlage.
    Bandanlage

    In einer Linie vom Coil zur kantfertigen Platine

    Das Walz- oder Rollprofilieren ist ein Fertigungsverfahren, mit dem Bleche oder Bänder stufenweise zu Rohren und Profilen geformt werden. Mit der multifunktionalen Profiliertechnik steht jetzt ein hochflexibles Fertigungssystem zur Verfügung.
    Dreistern

    Von der starren Profiliertechnik zum multifunktionalen Fertigungssystem

    Dieser Beutler-Nova-Stanzautomat mit einer Stanzkraft von 400 t produziert für PWO Stanzteile für Elektromotoren in China. Bild: Schuler
    Stanzautomaten

    Beutler Nova beliefert PWO-Tochter in China

    Kohler; Bild: Kuhn; Archiv: Vogel Business Media; Bild: Indumasch; Bild: Schuler; ; Schuler; Meusburger; picsfive - Fotolia; LVD; Bihler; Eutect / Lebherz; Stefanie Michel; RK Rose+Krieger; Lucas+Dursski; Mack Brooks; Schall; J.Schmalz; Inocon; Zeller + Gmelin; Okamoto Europe; Lantek; Simufact; IKT; Schöller Werk; Vollmer; Wirtschaftsvereinigung Stahl; © earvine95, pixabay; Thyssenkrupp; Esta; IFA; CWS; totalpics; Design Tech; Deutsche Fachpresse; Automoteam; MPA Stuttgart