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CIM ist tot - es lebe PLM PLM schließt Informationskreislauf bis in die Fertigung

Autor / Redakteur: Andreas Schäfer / Reinhold Schäfer

Umfassende Informationen galten im Zeitalter des Computer Integrated Manufacturing (CIM) als besonders knappe Ressource in Fertigungsbetrieben. Mit speziellen Product-Lifecycle-Management-(PLM-)Angeboten für den Mittelstand schließt ein PLM-Anbieter nun den Informationskreislauf bis in die Fertigung.

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Mit einem PLM-System lassen sich durchgängige Prozesse von der Konstruktion bis in die Fertigung schaffen. (Bild: Siemens)
Mit einem PLM-System lassen sich durchgängige Prozesse von der Konstruktion bis in die Fertigung schaffen. (Bild: Siemens)

In den 1980er Jahren wurde unter dem Schlagwort CIM die Vision populär, alle betriebswirtschaftlichen und technischen Abteilungen eines Unternehmens für einen durchgängigen, IT-gestützten Informationsfluss miteinander zu vernetzen und zu integrieren. Aber so attraktiv die Theorie erschien, so fulminant scheiterte ihre Umsetzung in die Realität in einem CIM-Debakel.

PLM-Anbieter haben aus CIM-Debakel gelernt

Zu den Hauptursachen zählt man heute, dass der überwiegende Teil der Aufgaben in den Unternehmen ohne Rechnerunterstützung erledigt wurde und die bereits vorhandenen Systeme kaum Schnittstellen oder Vernetzungsmöglichkeiten boten. Schwerer wog, dass die Integration der IT-Systeme im Mittelpunkt der CIM-Vision stand – und nicht die Zusammenarbeit der Mitarbeiter.

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Unter dem Begriff Product Lifecycle Management (PLM) haben Anbieter wie Siemens PLM Software einen neuen Ansatz geprägt, der die Grundidee von CIM – die Vernetzung der unterschiedlichen IT-Systeme aller am Produktentstehungsprozess beteiligten Abteilungen – voraussetzt. Obwohl man an bekannte CIM-Ideen erinnert wird, unterscheidet sich PLM davon fundamental.

PLM fokussiert sich heute auf Unterstützung und Optimierung von Prozessen

Mit einer Fokussierung auf Produkt und Dienstleistungen eines Unternehmens stellt PLM einen schlankeren Lösungsansatz dar. Im Gegensatz zu CIM richtet sich PLM darüber hinaus auf die Unterstützung und Optimierung von Prozessen – die sich einfacher in Teilabschnitten umsetzen lassen. In gewisser Hinsicht ist PLM damit ein intelligenteres und praxisgerechteres Konzept, das zudem nach knapp 30-jähriger technischer Weiterentwicklung auf leistungsfähigere IT und neue Kommunikationsformen wie Wireless LAN und Internet aufbauen kann.

Hervorgegangen aus dem Product Data Management (PDM) versteht sich PLM in erster Linie als durchgehende Integration von Prozessen, IT-Systemen sowie der Daten entlang eines gesamten Produktlebenszyklus in einer gemeinsamen Wissensbasis. Es etabliert dazu unternehmensweit eine technische IT-Umgebung, die parallel zur ERP-Architektur, also der Auftragsabwicklung sowie Produktionsplanung und -steuerung, verläuft und auf bidirektionalen Informationsaustausch mit dieser angewiesen ist.

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