Handhabung Positioniersysteme als Alternative zu Robotern

Autor / Redakteur: Lena Fischer / Rüdiger Kroh

Bei der Lösung von Handlingaufgaben hat der Anwender die Wahl zwischen Robotern und Positioniersystemen, die aus standardisierten Lineareinheiten aufgebaut sind. Oft sind solche Positioniersysteme die wirtschaftlichere Lösung, weil sie genau auf die Anforderungen angepasst sind und kompakt bauen.

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Bild 1: Mit Linearpositioniersystemen lassen sich Handhabungsaufgaben teilweise effizienter erfüllen als mit Robotern.
Bild 1: Mit Linearpositioniersystemen lassen sich Handhabungsaufgaben teilweise effizienter erfüllen als mit Robotern.
(Bild: IEF Werner)

Der steigende Kostendruck stellt in vielen Branchen eine große Herausforderung für produzierende Betriebe dar. Qualität und Präzision liefern zwar viele Hersteller, doch um dem Kostendruck standhalten zu können und damit wettbewerbsfähig zu sein, müssen sie immer effizienter und wirtschaftlicher produzieren. Gefragt sind nicht nur leistungsfähige Maschinen. Um Teile schnell in und aus Anlagen transportieren und sie weiteren Bearbeitungsschritten zuführen zu können, ist eine effiziente Montage- und Handhabungstechnik notwendig.

Roboter sind nicht immer die optimale Lösung

Industrieroboter haben sich dafür in vielen Anwendungen als zuverlässiges Hilfsmittel bewährt. „Doch in vielen Fällen sind sie nicht die richtige Wahl“, weiß Thomas Hettich, Produktmanager bei IEF-Werner in Furtwangen im Schwarzwald. „Es gibt Anwendungen, bei denen die teuren Roboter weit mehr können, als eigentlich verlangt wird. Und dann stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr.“ Auch gebe es Einsatzgebiete, bei denen Roboter klare Nachteile haben und sich die Aufgaben nicht optimal lösen lassen. Dort sind Positioniersysteme aus standardisierten Lineareinheiten die deutlich wirtschaftlichere Lösung.

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Kostengünstige Mehrachssysteme einfach umsetzen

IEF-Werner bietet eine breite Produktpalette an Automatisierungskomponenten, mit denen Anwender Prozesse effizienter gestalten können. Dazu gehören verschiedene Linearachsen, die Anforderungen an Dynamik und Genauigkeit erfüllen. Zum Einsatz kommen diese beispielsweise für Pick-&-Place-Aufgaben, in der Messtechnik oder als Be- und Entladehandling an Werkzeugmaschinen. „Mit unseren Linearachssystemen und den standardisierten Verbindungselementen kann der Anwender schnell und kostengünstig ein-, zwei- oder mehrachsige Positioniersysteme aufbauen“, erläutert Hettich. Somit entstehen individuelle Positioniersysteme, die genau auf den zur Verfügung stehenden Platz beim Anwender ausgelegt sind.

Bei einem Hersteller von Solarmodulen hat IEF-Werner ein Sechs-Achs-Positioniersystem realisiert. Dieses hat die Aufgabe, Solarzellen, die von einem zentralen Zuführband linear und getaktet ankommen, aufzunehmen, auszurichten und auf zwei parallelen Bändern abzulegen. „Bei der Auswahl der passenden Lineareinheit mussten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden“, berichtet Hettich. „Von zentraler Bedeutung waren unter anderem die Baulänge sowie das Antriebskonzept.“ Aus Platzgründen kommt das Modul 160/15 G zum Einsatz. Dessen Aufbau besteht aus einem Doppelhohlkörperprofil, zwei Führungen und zwei Zahnriemen.

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