Teilereinigung Presswerke und Bandhersteller gehen neue Wege

Autor / Redakteur: Wilfried Breuer / Dietmar Kuhn

In der Metall verarbeitenden Industrie fallen noch große Mengen an Abwasser an, die im Recyclebetrieb behandelt werden müssen. Das ist teuer. Eine neue universelle Reinigergeneration mit selbstentölenden Eigenschaften soll den Reinigungsprozess jetzt kostengünstiger und umweltfreundlicher werden lassen.

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Metallverarbeitende Betriebe wollen ihren Reinigungsprozess umweltfreundlicher und sparsamer gestalten. Mit einem neuen Reiniger und dessen selbstentölenden Eigenschaften soll dies gelingen.
Metallverarbeitende Betriebe wollen ihren Reinigungsprozess umweltfreundlicher und sparsamer gestalten. Mit einem neuen Reiniger und dessen selbstentölenden Eigenschaften soll dies gelingen.
(Bild: Breuer)

Die drastische Reduzierung der Abwassermenge durch eine extreme Standzeitverlängerung und die Drosselung der erforderlichen Energiemenge bei den wässrigen Reinigungsbädern war das Motiv für die Entwicklung neuer, moderner Metallreinigungsprodukte. Schließlich wirkt sich die Einsparung von Energie und Abwasser direkt finanziell aus.

Abgearbeitete Waschlaugen werden chemisch behandelt oder neutralisiert

Am Ende der Entwicklungsarbeiten sollten kostensparende Metallreiniger stehen, welche ein möglichst breites Spektrum an Reinigungs- und Entfettungsaufgaben abdecken können. Emulsionen, Schmieröle, Fette, aber auch Pigmente sollten leicht zu entfernen sein. Auch sollte es bezüglich der zu reinigenden Werkstoffe keine Einschränkungen geben. Eisen, Stahl, Kupfer, Messing, aber auch Aluminium und Zink sollten nicht angegriffen werden. Die gereinigten Teile sollten die Waschanlage porentief rein und nur noch so warm verlassen, dass sie problemlos gehandhabt werden können.

Die neuen Metallentfettungsmittel und Vorbehandlungsprodukte sollten möglichst in der gesamten Metall verarbeitenden Industrie verwendet werden können; sowohl bei den Automobilherstellern und deren Zulieferbetrieben als auch im Wärmebehandlungsbetrieb, oder im Bandwalzwerk sollten diese Reiniger Verwendung finden. Frei von Ätzalkalien, frei von Silikat oder abwassergefährdenden Komplexbildnern, sollte es weder das Bedienpersonal oder die Umwelt noch die Reinigungsanlagen durch zu ätzende Chemikalien belasten.

Metallreiniger erzielen ihre optimale Wirkung bei niederen Temperaturen

Derzeit fallen bei der industriellen Metallreinigung, beispielsweise vor und nach der Wärmebehandlung, in der Automobilindustrie oder deren Zulieferbetrieben immer noch zu große Mengen Abwässer an. Diese müssen einer aufwendigen Behandlung unterzogen werden, um sie wieder dem Wasserkreislauf zuführen zu können. Nicht selten werden die abgearbeiteten Waschlaugen chemisch behandelt oder neutralisiert, wodurch die Salzfracht noch zusätzlich erhöht wird. Die bei der Neutralisation entstehenden Salze belasten unseren Wasserkreislauf erheblich.

Darüber hinaus werden bei den industriellen Waschprozessen sehr große Mengen an Energie benötigt, weil die gängigen Entfettungsmittel in der Regel ausschließlich bei hohen Temperaturen verwendet werden müssen. 60 bis 70 °C sind da meist keine Seltenheit.

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