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Forschungsprojekt

Produktionsanlagen für hochbelastbare Hybridbauteile

| Redakteur: Frauke Finus

Ende 2015 ist ein Forschungsprojekt zu Produktionsanlagen von hochbelastbaren Hybridbauteilen gestartet. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung einer modularen, konfigurierbaren Produktionsanlage zur Herstellung von Hybridbauteilen. Eine Referenzanlage soll bis 2018 entstehen.

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Zum Projektstart treffen sich die zwölf Partner aus Unternehmen und Instituten in Eppingen, dem Stammsitz des Konsortialführers Dieffenbacher.
Zum Projektstart treffen sich die zwölf Partner aus Unternehmen und Instituten in Eppingen, dem Stammsitz des Konsortialführers Dieffenbacher.
( Bild: Dieffenbacher )

Zum Projektstart haben sich Ende 2015 die zwölf Partner aus Unternehmen und Instituten in Eppingen, dem Stammsitz des Konsortialführers Dieffenbacher, getroffen.

Das Projekt „Mo Pa Hyb“ hat zum Ziel, die Wirtschaftlichkeit der Produktion von hybriden Bauteilen, durch die flexible Vernetzung von einzelnen wertschöpfenden Bearbeitungsmodulen und verbindenden Handhabungsmodulen, zu verbessern. Das Forschungsprojekt befasst sich im Kern mit der Entwicklung neuer Ansätze zur Steuerung einer modular aufgebauten Fertigungslinie, von der Übergabe der virtuellen Produkt-, Material- und Prozessdaten, Generierung der NC -Datensätze, Schnittstellenkommunikation mit den Modulen bis zur Erfassung der Qualitätsmerkmale und der bauteilspezifischen Prozessparameter. Im Sinne von Industrie 4.0 soll eine wandlungsfähige Fertigungsanlage zur Herstellung hybrider Bauteile geschaffen werden, die einfach neu konfiguriert werden kann, um neue Materialkombinationen, Arbeitsschritte oder Änderungen in der Prozesskette vorzunehmen. Bis September 2018 soll eine erste Anlage in Betrieb gehen.

Die Forschung der Mo-Pa-H-yb-Gruppe befasst sich ferner mit der sogenannten intrinsischen Hybridisierung. Hier sollen die zukunftsweisenden Werkstoffe unidirektional endlosfaserverstärkte Tapes in Verbindung mit kurz- oder langfaserverstärktem Kunststoff und Metalleinlege- und Verstärkungsteilen kombiniert werden. Mit dem Tapelegeprozess lassen sich entsprechend den Produktdaten hochflexible, bauteilspezifische Schichtaufbauten in einem additiven Fertigungsprozess realisieren. Diese endkonturnahen Tapestrukturen werden zur Formgebung sowie Verbindung mit den Metall- und Faserverbundwerkstoffen in einem einzigen Prozessschritt zum fertigen Bauteil umgeformt.

Vom neuen Verfahren werden der Automotive-Sektor sowie die metall- und kunststoffverarbeitende Industrie profitieren. Auch die Verwendung in anderen Sektoren wie Luft- und Raumfahrt sowie Energie- und Medizintechnik ist möglich.

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