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Aachener Werkzeugmaschinen Kolloquium

Produktionstechnik auf Industrie 4.0 ausrichten

| Redakteur: Claudia Otto

Mit mehr als 1200 Teilnehmern hat sich das Aachener Werkzeugmaschinen Kolloquium (AWK) auch in diesem Jahr als Europas größte Fachkonferenz der Produktionstechnik erwiesen. Zum 28. Mal haben das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie (IPT) das AWK Ende Mai veranstaltet.

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WZL-Direktor Prof. Christian Brecher: „Durch die flexible Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken ergibt sich mit Industrie 4.0 eine große Chance gerade für Hochlohnländer.“
WZL-Direktor Prof. Christian Brecher: „Durch die flexible Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken ergibt sich mit Industrie 4.0 eine große Chance gerade für Hochlohnländer.“
( Bild: RWTH Aachen )

Das Leitthema lautete „Industrie 4.0 – Aachener Perspektiven“. Im Fokus der Vision Industrie 4.0 steht eine radikale Steigerung der Kollaborationsproduktivität in der Interaktion von menschlich und automatisiert geführten Prozessen. WZL-Direktor Prof. Christian Brecher fasst zusammen: „Trotz vieler Forschungsfragestellungen glauben wir Produktionstechniker am Aachener Werkzeugmaschinenlabor an den langfristigen Erfolg von Industrie 4.0.“ Durch die enge Kooperation mit Informationstechnikern könnten langfristig gemeinsam neue Impulse und wichtige Akzente gesetzt werden.

Kennzeichnend für die neuen produktionstechnischen Entwicklungen ist laut WZL, dass Produktionsabläufe so flexibel und individuell gestaltbar wie nie zuvor eingerichtet werden können. Grundlage dieser Prozesse sind die erweiterten Möglichkeiten der Informationstechnik und im Zuge dessen die fortschreitende Vernetzung der realen mit der virtuellen Produktionswelt. Bezogen auf die produktionstechnische Wertschöpfungskette seien inzwischen viele Voraussetzungen vorhanden, um industrielle Produktionsabläufe vom Auftragseingang, über die Warenproduktion bis hin zur Auslieferung und dem Customer Relationship Management flexibler zu gestalten und informationstechnisch noch weiter zu vernetzen, zu skalieren und damit auch über Unternehmensgrenzen hinaus zu optimieren.

Produktions- und Automatisierungstechnik sowie Informatik federführend

Um Produktionsprozesse flexibler zu gestalten, müsse im Produkt- und Anlagendesign verstärkt über Produktbaukästen und produktzentrierte Automatisierungslösungen nachgedacht werden. Davon sei dann auch einerseits die Kommunikation der MES- oder Leitsysteme mit Produktionsanlagen sowie andererseits die Kommunikation der Systeme und Anlagen mit den Mitarbeitern betroffen.

Durch diese Entwicklungen erhalte die produktzentrierte Produktionsplanung und das lebenszyklusorientierte Engineering einen deutlich höheren Stellenwert. Federführend seien im Rahmen dieser Veränderungen die Produktions- und Automatisierungstechnik sowie die Informatik. „Jetzt und in Zukunft wird der Erfolg eines produzierenden Unternehmens auch von der Fähigkeit abhängen, ob und wie das Zusammenwachsen von realer und virtueller Produktion gemeistert wird“, betonte Brecher.

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