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Variantenmanagement Produktkonfiguration optimiert Vertriebs- und Auslegungsprozesse

| Autor / Redakteur: Josef Wüpping / Claudia Otto

Technologieorientierte Unternehmen setzen verstärkt auf die Weiterentwicklung automatisierter Vertriebs- und Auslegungsprozesse. Nötig dazu sind Auslegungssysteme, die ohne mehrfache Systembrüche von der Angebotserstellung im Vertrieb bis zur Auslieferung durchgängige Workflows unterstützen.

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Wer künftig vorne sein will, braucht neben innovativen Produkten leistungsstarke Auslegungssysteme.
Wer künftig vorne sein will, braucht neben innovativen Produkten leistungsstarke Auslegungssysteme.
(Bild: Tom Bayer - Fotolia.com)

Wurden in der Vergangenheit die Wertschöpfungsprozesse (Backend) optimiert, stehen heute mehr denn je Frontend-Prozesse von der vertriebsseitigen Kundenschnittstelle über die Konstruktion bis zur Stückliste im Fokus. Dabei werden Aufwand und Komplexität häufig unterschätzt. Folgende Szenarien sind typische Fallstricke in Konfigurationsprojekten:

Die meisten Unternehmen verwechseln den Aufbau einer Lösung mit einem reinen Softwareprojekt, was es definitiv nicht ist. Ein solides Konfigurationsprojekt kann nicht zwischen Tür und Angel umgesetzt werden. Ein falscher Methodenansatz kann auch mit einer geeigneten Software nicht mehr kompensiert werden. Ein Konfigurationsprojekt sollte nur in Ausnahmen von der IT-Abteilung geführt werden.

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Richtiges Verhältnis zwischen Konfigurationstiefe, Konfigurationsumfang und Produktstruktur finden

Oder: Es wird eine ungeeignete Software ausgewählt. Mit einem SUV fährt man kein Rennen in der Formel 1 und mit einem Rennwagen nicht ins Gelände. Ohne ein klar formuliertes Methoden-, Organisations-, Struktur- und Prozesskonzept ist die Softwareauswahl ein Zufallsergebnis. Die Stärken und Einsatzgebiete einzelner Konfigurationssysteme sind extrem unterschiedlich ausgeprägt.

Einen weiteren Fallstrick stellen wenig strukturierte Produkte und eine nicht vorhandene Produktordnungssystematik dar. Die umfassenden Vorarbeiten werden zu wenig oder unsystematisch vorgenommen. Viele Unternehmen setzen in Produktbreite und Produkttiefe zu umfassend auf. Dadurch werden die Regelwerke zu komplex und mit der Zeit instabil.

Ferner sollten Konfigurationstiefe und Konfigurationsumfang im richtigen Verhältnis zur Produktstruktur und zum Nutzen stehen. Wichtig ist es, zu verstehen, welche Geschäftsprozessfrequenzen im Angebots- und Auftragsfall zu bedienen sind, welche Hitrate und Komplexitätsgrade die eigenen Produkte kennzeichnen und welche Produktstabilität beziehungsweise Änderungsgradienten vorliegen. Nur so lassen sich optimale Konfigurationsmodelle entwickeln.

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