Suchen

Variantenmanagement

Produktkonfiguration optimiert Vertriebs- und Auslegungsprozesse

Seite: 2/4

Firmen zum Thema

Produkte und Varianten müssen zur Kundenbindung beitragen

Um sich der Thematik systematisch zu nähern, gliedert sich der Artikel in zwei Bereiche: erstens, die Produktstrukturperspektive, welche Produktportfolio, -system und -struktur beschreibt; zweitens die Prozessperspektive, welche die Konfigurationsmethode, Prozesse und IT beinhaltet. Kommen wir zunächst zur Produktstrukturperspektive. Eine der größten Hürden zu erfolgreichen Konfigurationsplattformen sind Aufbau und Strukturierung eines möglichst geschlossenen und upgradefähigen Produktsystems mit stabilen Lego-Bausteinen. Da die meisten Maschinen- und Anlagenbauer neben endausgeprägten Lego-Bausteinen auch konstruktiv kundenspezifische Anpassungen vornehmen, gilt es zu klären, wo sich der Aufwand einer Konfigurationslösung lohnt und wo sinnvollerweise eine Abgrenzung vorgenommen wird und nur die Schnittstelle vorgegebenen Standards genügt.

Viele Unternehmen standardisieren zu viel

Erfolgreiche Anwender der Produktkonfiguration, wie zum Beispiel Krones, Siemens, SEW-Eurodrive, Lenze, Rittal oder KSB, sowie viele mittelständische Maschinenbauunternehmen haben gelernt, mit diesen Herausforderungen tagtäglich umzugehen. Dennoch treiben viele nach heutigem Ermessen einen deutlich zu hohen Aufwand.

Bildergalerie

Unternehmen begehen dabei oft den Fehler, zu viel standardisieren zu wollen und nicht erkennen zu können, wo harte Standards sich von weichen Standards sinnvoll abgrenzen lassen. Prüfen Sie, welche Produkte, Module und Varianten tatsächlich zur Kundenbindung beitragen und welche Kundensegmente für eine Konfiguration ausreichend werthaltig sind. So bauen Sie Komplexität ab. Möglicherweise lassen sich Angebotspalette und Vertriebsmaßnahmen wertorientierter aufeinander abstimmen und optimieren.

Zwischen Modularisierung und Standardisierung unterscheiden

Der Unterschied zwischen Modularisierung und Standardisierung muss klar verstanden werden. So wirken modulare Produktstrukturen in der Regel sehr positiv auf Prozesskosten, aber teilweise negativ auf Einzelkosten. Der positive Effekt auf Einzelkosten wird nur durch Skaleneffekte der Standardisierung erreicht, die in der Umsetzung durch geschickt gewählte Modularitäten und geeignete, auf Wertschöpfung und Beschaffung abgestimmte Produktstrukturen zu realisieren sind.

(ID:33909190)