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Aluminiumprofile

Profilmetall profitiert von der Solarbranche

| Redakteur: Stéphane Itasse

Aluminiumprofile liefert die Hirrlinger Profilmetall GmbH seit 2010 in die Photovoltaik-Branche. Drei Kunden aus diesem Segment tragen mittlerweile ein Fünftel zum Umsatz des Umformspezialisten bei. Und Geschäftsführerin Daniela Eberspächer-Roth sieht laut Unternehmen weiteres Potenzial in der Branche der erneuerbaren Energien.

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Profilmetall setzt bei dünnwandigen, rollgeformten Profilen auf effiziente Serienfertigung.
Profilmetall setzt bei dünnwandigen, rollgeformten Profilen auf effiziente Serienfertigung.
(Bild: Wagenhan)

Die aus Leichtmetall hergestellten Profile werden vor allem in Solar-Großanlagen auf Gewerbebauten mit Flachdach verwendet, wie Profilmetall weiter berichtet. Denn deren geringes Gewicht sei gerade auf selbsttragenden Konstruktionen ein wichtiger Faktor. Kunden verlangten außerdem ein System, das schnell und einfach zu montieren sei: Das spare Zeit und Kosten. Der Spezialist für dünnwandige, rollgeformte Profile stellt Solar-Profile auf Anlagen her, die unter anderem sehr komplexe Profile in mehreren Schritten aus Bandmaterial formen.

Aluminium in Großserie und doch variantenfähig verarbeiten

Die Profilmetall-Spezialisten entwickelten dieses Verfahren, um Aluminium großserientauglich zu verarbeiten und dabei variantenfähig zu bleiben. „Das ist unsere Stärke: Mit dem Kunden das ideale Verfahren zu entwickeln, um große Mengen zu einem vertretbaren Preis zu produzieren und dabei flexibel zu bleiben“, sagt Betriebswirtin Eberspächer-Roth. Der Mittelständler greife dabei auf seine Erfahrung im Maschinenbau zurück und auf sein Know-how im Rollformen.

Der steigende Preisdruck im Solargewerbe zwinge Unternehmen dazu, auf effiziente Serienverfahren umzusteigen. Rationelle Produktion soll die Kosten senken und dafür sorgen, dass die erneuerbaren Energien konkurrenzfähig bleiben. Das Verfahren, sagt Geschäftsführer und Entwicklungsingenieur Manfred Roth, ist sehr materialeffizient und –schonend: Im Gegensatz zum Strangpressverfahren stelle das Hirrlinger Unternehmen Profile mit sehr dünnen Wandstärken kostengünstig her.

Rollformen erlaubt Integration zusätzlicher Bearbeitungsschritte

Ein weiterer Vorteil sei die Integration zusätzlicher Bearbeitungsschritte wie Lochen. Stranggepresste Profile müssten zur Abkühlung zwischengelagert und in einem separaten Arbeitsgang weiterbearbeitet werden. Die Ingenieure von Profilmetall stellten außerdem durch Computersimulationen vorab die Qualität und Funktionsfähigkeit der Werkzeuge sicher.

Der Umformspezialist mit 110 Mitarbeitern bietet nach eigenen Angaben seinen Kunden neben schlanken Strukturen und kurzen Reaktionszeiten eine Alternative zur Lohnfertigung: Wer seine Rollprofile lieber inhouse herstelle, bekomme die Fertigungsanlage prozesssicher und einsatzbereit geliefert.

Kosten spare der vom Solarmarkt gebeutelte Kunde vor allem, weil der Rollformer mehrere Längenvarianten eines Werkstücks aus einem Werkzeug realisieren könne. Weiterhin ermögliche das modular aufgebaute System schnelle Umbauten und den Austausch einzelner Komponenten in kurzer Zeit. So könnten in das Herstellungsverfahren Schritte wie Stanzen eingebaut werden, was den Vorgang zusätzlich optimiere. Wegen ihrer hohen Fertigungskompetenz sind für Roth vor allem Kunden interessant, die in Serie fertigen wollen.

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