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Schleifen Profilschleifmaschine sorgt mit Linearmotoren für hohes Tempo

Autor / Redakteur: Thomas Loscher / Rüdiger Kroh

Um die Anforderungen der Industrie für hochgenaue Profilschleifaufgaben im Werkzeug- oder Formenbau zu erfüllen, wurde eine Mikro-Profilschleifmaschine entwickelt. Ihre Linearmotorentechnik ist die Grundlage für hohe Produktivität, sehr gute Genauigkeit und kurze Bearbeitungszeiten.

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Bild 1: Mikro-Profilschleifmaschine für hochgenaue Profilschleifaufgaben im Werkzeug- oder Formenbau. (Bild: Okamoto)
Bild 1: Mikro-Profilschleifmaschine für hochgenaue Profilschleifaufgaben im Werkzeug- oder Formenbau. (Bild: Okamoto)

Standardmäßig kommen beim Hochgeschwindigkeits-Profilschleifen kurvengesteuerte Maschinen und Servomotoren zum Einsatz. Okamoto hingegen setzt auf Lineartechnik für die Tischachse sowie die horizontale und vertikale Bewegung. Das ermöglicht einerseits deutlich höhere Beschleunigungswerte und andererseits eine sehr gute Wiederholgenauigkeit.

Linearmotoren machen Profilschleifmaschine schnell

Die Linearmotoren, die in der Profilschleifmaschine UPZ 210 Li II zum Einsatz kommen, erlauben Tischgeschwindigkeiten bis 50 m/min. Bei einer Hublänge von 20 mm sind bis zu 250 Doppelhübe pro Minute möglich. In Verbindung mit einer konstanten Zustellbewegung wird deutlich schneller als mit herkömmlichen Profilschleifmaschinen gearbeitet und somit die Produktivität drastisch erhöht.

Neben der Normalausführung gibt es die Mikro-Profilschleifmaschine als UPZ 210 Li II-2 mit zwei separaten Schleifspindeln. Mit dieser Variante kann der Anwender auf einer Maschine ohne Werkzeugwechsel sowohl vor- als auch feinschleifen. Das erhöht zusätzlich die Produktivität und spart Zeit und Kosten ein.

30-mm-Schleifscheiben mit 40.000 min-1 auf Profilschleifmaschine einsetzbar

Die Anordnung der Führungen der Längs- und Querachse auf der gleichen Ebene trägt ebenso zur mechanischen Stabilität der Maschine bei wie der verstärkte Gusskörper. Auf der UPZ 210 Li II lassen sich 30 mm kleine Schleifscheiben mit Spindeldrehzahlen von 40.000 min-1 einsetzen. Das ermöglicht Auslaufradien von 15 mm und damit eine wesentlich höhere Stabilität der Stempel.

Moderne Steuerungstechnik und Software unterstützen den Bediener und verkürzen Programmierzeiten. So können CAD-Daten aus vorhergehenden Fertigungsprozessen verwendet und Profilpfade erstellt werden. Die Bedienoberfläche bietet zudem vielfältige Möglichkeiten, 3D-Profilformen mittels Maßeingaben zu realisieren.

Software simuliert Profilschleifmaschine

Darüber hinaus wird durch Eingabe der Start- und Endposition der zu erzeugenden Kontur in der CAD-Datei sowie dem Bestimmen des Referenzpunktes automatisch ein ISO-Programm erstellt. Durch die integrierte Grafikfunktion simuliert die Software die Wege des ISO-Programms, ohne dass die Achsen bewegt werden müssen. Dadurch ist der Maschinenbediener in der Lage, Änderungen schnell und effizient durchzuführen und zu überprüfen.

Das integrierte Messsystem auf der Maschine erhöht die Produktivität und Genauigkeit der Bauteile zusätzlich. Eine CCD-Kamera mit maximal 300-facher Vergrößerung vermisst die Werkstücke automatisch und reduziert den Ausschuss gegen null.

* Thomas Loscher ist Technical Manager bei der Okamoto Machine Tool Europe GmbH in 63225 Langen

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