Rohrbiegesystem Prozesssicheres Rohrbiegesystem lässt sich individuell zusammenstellen

Redakteur: Stefanie Michel

Firmen zum Thema

(Bild: Rosenberger)
(Bild: Rosenberger)

Das Biegesystem Twister von Rosenberger, in dessen Mittelpunkt ein 6-Achsen Kuka-Roboter KR16/KR30 steht, lässt dem Betreiber viel Spielraum hinsichtlich der Aufstellung und Zahl der Biegeköpfe oder Automatisierungsmodule innerhalb einer Fertigungszelle. Zum Aufnehmen der Bauteile nutzt der Roboter teilespezifische pneumatische Zangengreifer. Der Roboter holt das jeweilige Rohr bei der vorgelagerten Einheit zur Schweißnahtausrichtung selbständig ab, fährt die X-, Y- und Z-Koordinaten servogesteuert präzise an, bedient den Biegekopf und legt das Teil auf das Abtransportband. So verknüpft er das Biegen mit weiteren Prozessen. Die Fertigungszelle lässt sich individuell zusammenstellen und frei erweitern.

Man kann zwischen Dorn- und dornlosem Biegen wählen. Bei der Verwendung des Dornes wird das Rohr vom Roboter auf 0,01 mm genau gegriffen und aufgefädelt um im Anschluss der Biegestation zugeführt zu werden. Der Dorn selbst ist ebenso wie das gesamte System servomotorisch ausgestattet und kann alle notwendigen Bewegungen in x-, y- und z-Richtung mitfahren.

Das Biegewerkzeug ist zusätzlich mit einem integrierten Stanzwerkzeug ausgerüstet, wodurch eine nachträgliche Bearbeitung der Rohre an einer separaten Station entfällt. Durch die flexiblen Positioniermöglichkeiten des Roboters können die Stanzungen prozessintegriert in fast allen Rohrpositionen erfolgen. Der Roboter ersetzt alle Achsen einer herkömmlichen Biegemaschine bis auf die Biegeeinheit.

Das Biegesystem kann mit bis zu sechs Arbeitsstationen ausgerüstet werden. Im Gegensatz zu einer gängigen Biegemaschine kann Twister das Bauteil loslassen und an einer anderen Position erneut greifen. Das System übernimmt das Biegen der fertig montierten Rohrleitungen, so dass Zwischenlagerungen ebenso entfallen wie beispielsweise Nachbiege- oder Handbiegeoperationen.

(ID:29570550)