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Reinigung in Sonderanlage liefert Rohrringe mit der nötigen Sauberkeit

| Autor/ Redakteur: Dirk Konzok / Josef-Martin Kraus

Der Edelstahlrohrhersteller Schoeller reinigt seit Kurzem Ringrohre in Tauchbädern statt Zentrifugen. Grund für den Anlagenwechsel waren Qualitätsrisiken, die im schlimmsten Fall zu unbrauchbaren Produkten bei der Rohrmontage führten. Mit dem Bau einer Sonderanlage hat der Anlagenhersteller LPW diese Gefahr eliminiert. Basis für die Konzeption war eine Kleinanlage mit ähnlicher Ausstattung.

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Eine Verschmutzung des Fahrbereichs über den Bädern wird vermieden. Dafür sorgt eine spezielle Hubeinrichtung des Fahrwagens. Bild: LPW
Eine Verschmutzung des Fahrbereichs über den Bädern wird vermieden. Dafür sorgt eine spezielle Hubeinrichtung des Fahrwagens. Bild: LPW
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Schoeller Werk GmbH & Co. KG in Hellenthal/Eifel zählt zu den führenden Herstellern von geschweißten Edelstahlrohren. Das Traditionsunternehmen existiert seit 1827 und produziert heute mit knapp 900 Mitarbeitern etwa 100 Mio. m Rohre im Jahr, die unter anderem auf Bohrinseln, Schiffen und in Anlagen der Nahrungsmittelindustrie installiert werden.

Oberflächensauberkeit hat oberste Priorität

Die kleinste Verunreinigung dieser Rohre kann dazu führen, dass ganze Produktserien zurückgerufen werden. Die Oberflächensauberkeit hat oberste Priorität. Deshalb hat Schoeller die Reinigung der Ringrohre von Zentrifugen auf eine Tauchbadanlage umgestellt.

Frank Hermes, Betriebsingenieur bei Schoeller: „Etwa 18 Jahre lang erfolgte die Behandlung in selbstentwickelten Zentrifugen unter Rotation und Zugabe eines 85 °C heißen wässrigen Mediums. Doch diese Art der Oberflächenreinigung reichte zuletzt nicht mehr aus und verursachte auch Probleme beim Glühprozess.“

Neues Reinigungssystem musste Qualitätsverlust verhindern

Es drohte ein erheblicher Qualitätsverlust. Hermes: „Wenn alles schief geht, bedeutet das Reklamation, oder dass die Rohre Schrott sind – also Nacharbeit mit allen negativen Auswirkungen.“ Um dies zu vermeiden war klar: Es muss ein neues Reinigungssystem her, das folgende Anforderungen problemlos erfüllt:

  • Der Reinheitsgrad der Rohre muss mindestens einer Oberflächenspannung von 36 mN/m entsprechen.
  • Für die nachfolgenden Bearbeitungsprozesse müssen die Ringrohre absolut trocken sein
  • Aus wirtschaftlichen Gründen ist ein Anlagendurchsatz von 2 bis 3 Chargenkörben mit Ringrohrbündeln in der Stunde erforderlich.
  • Die Badstandszeit beträgt mindestens zwei Monate. Das ins Bad eingebrachten Ziehöl wird über ein spezielles Ölabscheidesystem getrennt.
  • Die qualitativen Anforderungen umfassten die Entfernung von Spänen, Öl und Seifen sowie eine fleckenfreie Trocknung.

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