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Kongress Ressourceneffiziente Produktion Ressourceneffizienz bestimmt die Produktion von morgen

| Redakteur: Claudia Otto

Knapp 200 Teilnehmer sind Ende Februar zum 3. Kongress Ressourceneffiziente Produktion in Leipzig gekommen. Das Highlight der Veranstaltung des Verbunds Produktion, eine Kooperation der produktionstechnischen Institute der Fraunhofer-Gesellschaft bildete die Vorstellung der Ergebnisse der Innovationsallianz Green Carbody Technologies Innocat in ihrer Gesamtheit.

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Im Verbundprojekt 4 entstanden neue Lösungen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz im Karosseriebau.
Im Verbundprojekt 4 entstanden neue Lösungen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz im Karosseriebau.
(Bild: iStockphoto (ricardoazoury))

„Ressourcenverknappung, steigende Energie- und Rohstoffpreise und zunehmender internationaler Wettbewerb machen Investitionen in die Produktionstechnik notwendig. „Grundvoraussetzung für sinnvolle Investitionen ist Wissen“, betonte Herman Riehl, Ministerialrat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), in seinem Grußwort. „Wissen und daraus resultierende Technologie, die aufgrund der hohen Komplexität nur noch in Verbünden entwickelt und implementiert werden kann. Die Innovationsallianz Green Carbody Technologies ist beispielhaft für diesen Ansatz.“

Ressourceneffizienz wird für die Industrie immer wichtiger

Eine Einschätzung, die in den weiteren Plenarvorträgen der Volkswagen AG sowie des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) unterstrichen wurde. Die Referenten stellten in ihren Beiträgen die Bedeutung von Ressourceneffizienz im Maschinen- und Anlagenbau sowie insbesondere in der Automobilindustrie heraus.

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Fachexperten aus den Fraunhofer-Instituten IWU, IPT, IPA sowie IFF stellten Strategien zur Erforschung und Implementierung ressourceneffizienter Produktionstechnik vor. Im Anschluss diskutierten Industriepartner der Innovationsallianz Anforderungen an Produktionssysteme sowie Werkzeugmaschinen aus Sicht des Maschinen- und Anlagenbaus. Im Rahmen eines weiteren Vortragsblocks standen innovative Verfahren und Prozesse im Bereich der Automatisierungstechnik- und Technologien im Mittelpunkt.

Welche Bedeutung Verbundforschung und die enge Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft für die Erforschung und Implementierung ressourceneffizienter Produktionstechnik haben, wurde am Beispiel der Innovationsallianz Green Carbody Technologies Innocat dargestellt.

Innovationsallianz für ressourceneffiziente Produktion zieht Bilanz

Koordiniert durch die produktionstechnischen Fraunhofer-Institute in Chemnitz, Aachen sowie Stuttgart und gemeinsam mit dem Leading Partner Volkswagen, forschten im Zeitraum von 2010 bis 2012 insgesamt 60 Partner in 30 Teilprojekten an innovativen Lösungskonzepten für eine ressourceneffiziente Produktion. Im Fokus der gemeinsamen Forschungsbemühungen standen die ganzheitliche Analyse und Optimierung der Karosseriefertigung.

Die Verbundforschung reichte vom Werkzeugbau über das Presswerk und den Karosseriebau bis hin zur Lackierung der Rohkarosse. Ziel war es, mit einer ganzheitlichen Betrachtung der Prozesskette diese so zu optimieren, dass künftig Produktionsabläufe bei gleichem Output mit einem weit geringeren Energieeinsatz und Ressourcenverbrauch realisiert und darüber hinaus bewertbar und planbar gestaltet werden können. Zusätzlich zu den technischen Ansätzen für innovative Technologieoptionen und Fertigungssteuerungen widmete sich die Allianz dem Anspruch, künftig Fragen zur Energie- und Ressourceneffizienz bereits im Planungsprozess belastbar beantworten zu können.

Jedes Teilprojekt spiegelt seine Ergebnisse an konkreten Demonstratoren und Bauteilen wider. Belastbare Aussagen zu den Einsparungseffekten von Energie, Material, CO2 und weitere Kennziffern wurden in einer Ergebnisbroschüre zusammengefasst und in eine virtuelle Referenzfabrik überführt. Das Novum: Diese steht herstellerunabhängig und für ein Referenzfahrzeug als Benchmark für ein automobilbauendes Werk zur Verfügung. Damit wird erstmalig die Spiegelung und Skalierung des erreichbaren Einsparpotentials bei der Implementierung der neuen technologischen Konzepte, verbesserten Fertigungstechnik und erweiterten Planungstools möglich.

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