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Drahtbearbeitung/Rohrbearbeitung Rohr- und Drahtbranche muss sich gedulden

| Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Drahtbearbeitung/Rohrbearbeitung Es hätte wieder eine Schau in Rekordgröße für die Welt von Draht und Rohr sein sollen, sogar eine neue, multifunktionale Messehalle wäre dazugekommen. Doch die Branche muss sich nun bis Dezember gedulden.

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Auf die nächste Ausgabe der Wire und Tube müssen Aussteller und Besucher noch bis Dezember warten.
Auf die nächste Ausgabe der Wire und Tube müssen Aussteller und Besucher noch bis Dezember warten.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Aufgrund des Corona-Virus verschiebt die Messe Düsseldorf die Wire und Tube auf den 7. bis 11. Dezember 2020. Bestehende Verträge mit dem Messeveranstalter bleiben auch für den neuen Termin gültig, bereits gekaufte Besuchertickets behalten ebenfalls ihre Gültigkeit. Die Messe erwartet nach eigener Mitteilung insgesamt rund 2600 Aussteller in 15 Messehallen.

Die Branchenunternehmen reagieren unterschiedlich. „Wir sind mit der Verschiebung der Messe nicht glücklich“, berichtet Bert Zorn, Geschäftsführer des Herstellers von Rohrbearbeitungsmaschinen Schwarze-Robitec in Köln, auf Anfrage von MM Maschinenmarkt.

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Es sei für das Unternehmen in Rückschlag in einer Zeit, die geprägt ist von zunehmenden Handelsbeschränkungen und wachsendem Protektionismus. „Gerade in Zeiten eines schwächelnden Welthandels wäre es für uns wichtig gewesen, in Düsseldorf mit unseren Kunden Projekte zu diskutieren und Kontakte zu pflegen. Umso mehr freuen wir uns auf die Tube, wenn sie dann zu einem späteren Termin stattfinden wird“, sagt er.

„Die Tube & Wire ist für die BLM Group traditionell eine wichtige internationale Fachmesse“, sagt auch Andreas Köster, Deutschland-Geschäftsführer beim italienischen Maschinenbauer. Auf ihr würden sie nicht nur viele Kunden treffen. Vielmehr sei sie eine ideale Plattform, um die Möglichkeiten ihrer Technik für das Laserschneiden und Biegen von Rohren und Draht auch potenziellen Neukunden nahezubringen. „Vor diesem Hintergrund bedauern wir die Verschiebung der Messe. Aber natürlich hat die Gesundheit unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unserer Partner oberste Priorität. Angesichts der aktuellen Situation war eine Verschiebung kaum vermeidbar. Wir hoffen, dass wir uns in Düsseldorf mit vielen unserer Stammkunden sowie Interessenten aus aller Welt in positiver Stimmung treffen und ihnen unsere jüngsten Innovationen zeigen können“, erläutert er.

Verschiebung ist für Aussteller nachvollziehbar

„Die Tube ist für uns die ideale Plattform, um den Besuchern die Stärken des Lasers näherzubringen. Und das nicht nur mit unseren Maschinen, sondern auch mit zahlreichen Exponaten und Musterteilen. Dass wir jetzt nicht in den Dialog mit den Tube-Besuchern treten können, bedauern wir sehr – können jedoch die Entscheidung, die Messe zu verschieben, absolut nachvollziehen“, sagt Norbert Beier, der bei Trumpf den Vertrieb der Laser-Rohrschneidmaschinen leitet.

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