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Rohrbearbeitung auf der Euroblech 2016

Rohrbearbeitung wird flexibler und vernetzter

| Autor: Stéphane Itasse

Digitalisierung im Hinblick auf Industrie 4.0 und flexiblere Maschinen mit geringeren Folgekosten – das sind derzeit die wichtigsten Trends für die Rohrbearbeitung. Mehrere Maschinenbauer stellen dazu neue Produkte und Anwendungen vor, die teilweise weit über das hinausgehen, was bisher üblich war.

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Die neue Generation der Transfluid-Kombinationsmaschinen verbindet effektiver axiale und rollierende Rohrumformung.
Die neue Generation der Transfluid-Kombinationsmaschinen verbindet effektiver axiale und rollierende Rohrumformung.
( Bild: Transfluid/raphael sprenger photographie )

Um die Flexibilität zu erhöhen, hat Transfluid die Werkzeugtechnik seiner Rohrbiegemaschinen vorangebracht. Werkzeugsysteme können beispielsweise Rohrwandstärken in spezifischen Bereichen aufstauchen. Das kann für nachfolgende Prozesse relevant sein, das Produktspektrum erweitern und dadurch Kosten einsparen.

Transfluid präsentiert neue Generation von Rohrumform-Maschinen

Für die kombinierte axiale und rollierende Rohrumformung hat der Maschinenbauer eine neue Generation von Anlagen namens T-Form REB-SRM entwickelt. Sie ist in der Formgebung von Bauteilen besonders vielseitig, wie Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid, erläutert: „Geometrien in der Rohrendenbearbeitung, die meistens komplizierte und teure Drehteile ersetzen, können unmittelbar am Rohr geformt werden. Es muss nicht gelötet oder geschweißt werden, sondern Rohr und Endform sind quasi aus einem Guss.“ Meistens sind bis zu sechs axiale Umformstufen und mindestens eine Rolliereinheit im Einsatz. Wenn ein Nachbeschnitt, eine axiale und eine rollierende Umformung gefragt sind, können auch zwei Rollierstationen notwendig sein.

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Auf Flexibilität setzt auch das italienische Unternehmen BLM, speziell beim Laserschneiden. In diesem Zusammenhang wurden die Laserschneidanlagen LC5 und LT-Free entwickelt. Die LC5 sprengt die Grenzen der Rohrbearbeitung, indem sie sich auch für das Laserschneiden von Blechen einsetzen lässt. Bei gleicher Präzision und Qualität, bei gleichem Automatisierungsgrad und gleich kurzen Produktionszeiten können Anwender beliebig und schnell von einem Fertigungsprozess zum anderen wechseln, heißt es. Sowohl die Rohre als auch die Bleche werden mit demselben Laserkopf geschnitten, der je nach Betriebsmodus angesteuert wird.

Fünf-Achs-Laserschneiden macht flexibel

Das Fünf-Achs-Laserschneidesystem LT-Free ist auf Flexibilität und Bedienungsfreundlichkeit beim dreidimensionalen Schneiden von Werkstücken verschiedener Formen und Maße ausgerichtet. Komplexe Arbeitsprozesse sind in einem Fertigungszyklus zusammengefasst. Dadurch werde eine einfache Produktion von Fertigteilen möglich, wie sie bei traditionellen Techniken nicht vorstellbar sei. Das Schneidsystem produziert – ausgehend von einer simplen Offline-Programmierung – in einem kosteneffizienten und schlanken Prozess gleich fertige Werkstücke. Damit reduziert die Maschine die Zahl der Halbfertigteile und folglich die Kosten, die ansonsten beim Handling und Lagern der Materialien entstehen.

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