Suchen

Leichtbau Sandwichmaterial ist steifigkeitsoptimiert

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Litecor ist das neuartige Sandwichmaterial für den Automobilbau: gewichtsreduziert, kostengünstig, besonders umweltverträglich und gut zu verarbeiten, heißt es vom Hersteller Thyssen Krupp Steel Europe zur Messe Euroblech 2012 in Hannover.

Firmen zum Thema

Das gewichtsreduzierte und umweltverträgliche Sandwichmaterial für den Automobilbau besteht aus drei Schichten: zwei extrem dünnen Stahldeckblechen und einem Polymerkern.
Das gewichtsreduzierte und umweltverträgliche Sandwichmaterial für den Automobilbau besteht aus drei Schichten: zwei extrem dünnen Stahldeckblechen und einem Polymerkern.
(Bild: Thyssen Krupp Steel Europe)

Das moderne Leichtbaumaterial wurde für flächige Bauteile wie Reserveradmulden, Türen, Klappen und Dächer entwickelt. Der biege- und beulsteife Stahl-Polymer-Werkstoffverbund vereine die hohe Festigkeit von Stahl mit dem niedrigen Gewicht moderner Kunststoffe.

Neues Stahlsandwich ist kostengünstiger als bisherige Leichtbaumaterialien

Bauteile aus Litecor sollen dem Automobilbauer vollkommen neue Leichtbauoptionen eröffnen. Sie wurden speziell für den Einsatz flächiger Innen- und Außenteile der Karosserie entwickelt und rentieren sich auch für Fahrzeugklassen, in denen sich der Einsatz teurer Leichtmetalle normalerweise nicht rechnen würde. Denn das neue Stahlsandwich ist wesentlich leichter als konventionelle Stahlbleche und erheblich kostengünstiger als bislang in Serie eingesetzte Leichtmetalle wie Aluminium. Damit bietet es dem Automobilbauer ein äußerst günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Material besteht aus drei Schichten: zwei extrem dünnen Stahldeckblechen mit Dicken von 0,2 bis 0,25 mm und einem 0,3 bis zirka 1 mm dicken Polymerkern, der dafür sorgt, dass das Material biegesteif ist. Die Schichten sind schubsteif dauerhaft miteinander verbunden. Durch eine entsprechende Anpassung der Schichtdicken oder -güten sind individuelle Eigenschaften für bestimmte Anwendungsbereiche möglich. Sie können individuell für Kunden maßgeschneidert werden. Das Material sei insgesamt nur geringfügig dicker als die bislang für die Karosserie-Außenhaut eingesetzten monolithischen Bleche aber dünner als Aluminiumbleche.

Thyssen Krupp Steel Europe auf der Euroblech 2012: Halle 16, Stand C26

(ID:36062930)