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Teilereinigung

Sauber heißt prozesssicher

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Versuche ermitteln das beste Verfahren für die jeweilige Teilereinigung

Auch die Definition der richtigen Reinigungsmedien gehöre dazu, ob polar oder unpolar. „Eignen sich zwei oder drei Reinigungsmedien, geht es darum, das optimale für die Aufgabe zu finden“, sagte Mück. Hier sei ein Blick auf die technischen Daten der Hilfs- und Betriebsstoffe wichtig. In Reinigungsversuchen der Anlagenhersteller zusammen mit Interessenten könnten gegebenenfalls wässrige und Lösemittelprozesse verglichen werden, eine Betriebskostenrechnung erfasse dann alle Faktoren. Bei der Bauteilreinigung komme es aber nicht nur darauf an, den Schmutz von den Teilen abzulösen. Mindestens genauso wichtig sei die Antwort auf die Frage: Wie kommt der Schmutz aus der Maschine? Hier spiele die Filtration eine entscheidende Rolle für Feststoffe wie Späne, Partikel oder Stäube. Für kleine Schmutzpartikel ab 2 μm sei Ultrafiltration das Mittel der Wahl. Nachdem der Schmutz vom Bauteil entfernt ist, muss er so schnell wie möglich aus der Arbeitskammer der Maschine gebracht werden. „Dazu sind die Verarbeitung der Maschine und die Komponenten wichtig“, berichtete der Pero-Marketingverantwortliche. Ebenso bedeutsam sei die Wartung der Teilereinigungsanlagen.

Menschen stellen in der Praxis Risiko für die Prozesse dar

Hier komme das Risiko Mensch ins Spiel. „Der Prozess wird durch die Anlagentechnik überwacht, aber auch durch Personal. Was automatisierte Wartungsprogramme nicht schaffen, muss der Mensch übernehmen“, erläuterte Mück. Deshalb gelte es, die gesamte Belegschaft beim Thema Teilereinigung mitzunehmen. „Es geht darum, Nachlässigkeit zu vermeiden, um den Prozess zu sichern“, sagte er. Hier sei die gesamte Prozesskette zu betrachten, um gegebenenfalls eine Rückverschmutzung zu vermeiden. Bei Bedarf müssten die Unternehmen eine Übertunnelung beziehungsweise Sauberräume schaffen.

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Welche Technik innerhalb des Teilereinigungsprozesses die Qualität sichern kann, erläuterte Prof. Lothar Schulze, Geschäftsführer von Sita Messtechnik. Ziel sei es, Qualität zu erzeugen, statt am Ende zu prüfen. „Dazu muss der Reinigungsprozess überwacht und gesteuert werden, verknüpft mit einer Sauberkeitskontrolle“, sagte Schulze. Stabil sichern lasse sich das durch eine kontinuierliche Kontrolle der Bäder, das Erfassen von Veränderungen und rechtzeitiges Eingreifen. Dafür habe sich zwar die visuelle Prüfung bewährt, aber sie lasse sich nicht automatisieren und basiere auf Expertenwissen. Das bedeute letztendlich, dass sich der Prozess nicht verlagern lasse.

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