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Teilereinigung

Sauber heißt prozesssicher

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Offlinekontrolle in der Teilereinigung nicht mehr zeitgemäß

In der Praxis überwiegt nach Auskunft von Schulze die Offlinekontrolle der Reinigungsbäder, das heißt, sie findet zeitverzögert und ortsversetzt statt. Das sei oft unwirtschaftlich, weil viel zu hohe Sicherheitsabstände in der Teilereinigung eingehalten würden. „Das ist unserer Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß“, erläuterte Schulze. Meistens mangele es in den Unternehmen aber an prozessangepasster Prüftechnik.

Welche Fehler innerhalb der Prozesskette bei einer Beschichtung aufgrund einer mangelhaften Reinigung auftreten können, erläuterte Dr. Andreas Schäfer, als Mitglied der Geschäftsleitung der Nanoanalytics GmbH für die Analytikdienstleistungen des Unternehmens verantwortlich. „Mit Laboranalytik kann man tiefer in den Prozess einsteigen, aber auf Kosten eines höheren Aufwandes“, erläuterte er den Unterschied zur Prozessüberwachung.

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Eines der in seinem Unternehmen eingesetzten Analyseverfahren sei TOF-SIMS (Time of Flight – Secondary I-Mass Spectroscopy). „SIMS ist, vereinfacht gesagt, Billardspielen mit Atomen“, machte Schäfer deutlich. Eine Informationstiefe von ein bis drei atomaren Monolagen könne zum Beispiel schon für ein Haftungsproblem reichen, wie er am Beispiel von Lackkratern auf einer Autokarosserie erläuterte. Die TOF-SIMS-Analyse der kleinen Lackkrater habe im Beispiel fluoriertes Fett im Inneren des Kraters nachgewiesen, zusätzlich eine teflonartige Verbindung. Diese Fette waren von den Produktionsgerätschaften auf die Oberfläche gekommen und hatten den Fehler verursacht.

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