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Vollmer auf der AMB 2018

Schleifen und Erodieren in der Digitalen Welt

| Redakteur: Peter Königsreuther

Auf der AMB 2018 zeigt Vollmer unter dem Motto „Shaping Success Together“ sowohl seine Schleif- und Erodiermaschinen-Expertise als auch seine Digitalisierungsinitiative, welche die Tür zur Welt von Industrie 4.0 öffnen soll.

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Vollmers Schleifmaschinenbaureihe VGrind 360 (Bild) samt Variante VGrind 360 E, ist laut Hersteller für die Fertigung präziser Hartmetallwerkzeuge in hohen Stückzahlen entwickelt worden. AMB in Halle 5 am Stand C35.
Vollmers Schleifmaschinenbaureihe VGrind 360 (Bild) samt Variante VGrind 360 E, ist laut Hersteller für die Fertigung präziser Hartmetallwerkzeuge in hohen Stückzahlen entwickelt worden. AMB in Halle 5 am Stand C35.
( Bild: Vollmer )

Im Fokus des Messeauftritts stehe unter anderem ein IoT-Konzept (Internet of Things), mit dem Vollmer einen Rahmen für neue Industrie-4.0-Technologien geschaffen habe. Im Sinne einer Bottom-Up-Strategie zeigt das Unternehmen, wie es heißt, seine aktuellen IoT-Lösungen, die den Datenaustausch zwischen Schärfmaschinen und unterschiedlichen Industrie-4.0-Plattformen ermöglichen. Dafür hat Vollmer das IoT-Gateway entwickelt, mit dem Daten von Vollmer-Maschinen visualisiert und verarbeitet werden können. Damit biete Vollmer den Anwendern aus den Bereichen Werkzeugherstellung und Schärfdienste, einen sukzessiven und praktikablen Einstieg die digitale, vernetzte Zukunft.

Der produktive Schärf-Effekt aus der Schleifmaschine

Die Vollmer Schleifmaschine VGrind 360 bearbeitet Hartmetallwerkzeuge wie Bohrer, Fräser oder Reibahle in einer Aufspannung, heißt es. Die Maschine biete Vollmer in zwei Varianten an: entweder mit zwei vertikal angeordneten Spindeln für Schleifscheibenpakete oder mit einer Schleifscheibenspindel plus einer Hochfrequenzspindel (HF-Spindel) mit einem automatischen Werkzeugwechsler. Die HF-Spindel ermöglicht laut Hersteller das Einschleifen spezieller Taschensitze für PKD-Platten (polykristalliner Diamant). Darüber hinaus biete Vollmer die Variante VGrind 360 E an, die als Einstiegsmodell gilt und auf die spezifischen Anforderungen von Servicebetrieben und kleineren Werkzeugherstellern abgestimmt sei.

Optional erhältlich ist für die VGrind 360 eine sogenannte Aufrauheinheit, die das Öffnen des Schleifbelags automatisiert. So ließen sich Schleifrückstände auf der diamantbestückten Schleifscheibe entfernen, um die Schärfe der Scheibe länger zu gewährleisten. Darüber hinaus verfügt die Werkzeugschleifmaschine über die Möglichkeit, nicht nur Schleifscheibensätze automatisch zu wechseln, sondern auch deren Kühlmitteldüsen, wie Vollmer betont.

„Geschliffene“ Automatisierung stärkt Marktchancen

Für die VGrind 360 stehe außerdem die Automatisierungslösung HC 4 bereit. Das ist ein Kettenmagazin mit 39 Plätzen für genormte HSK-63-A (Hohlschaftkegel), das wahlweise auch bis zu 158 Schaftwerkstücke aufnehmen kann. Und das Palettenmagazin HP 160 nutzten Anwender aufgrund der neuen Kompaktpalette für die Zufuhr von maximal 900 Werkstücken, wodurch die mannlose Bearbeitung rund um die Uhr kein Problem darstelle. Mithilfe des Freiarmroboters HPR 250 lassen sich auch Hartmetallwerkzeuge mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern automatisch bearbeiten, erklärt Vollmer. Zusätzlich könnten Werkzeughersteller über diesen Freiarmroboter ihre Kapazitäten verdreifachen.

Erosive Technik bringt Diamant in Form

Für die Bearbeitung von PKD-Werkzeugen hat Vollmer die Drahterodiermaschine VPulse 500 mit nach Stuttgart gebracht. Mit ihrem Erodiergenerator und der neuesten Technik könne sie hochwertige PKD-Werkzeuge in großen Stückzahlen fertigen. Eine moderne Maschinenkinematik garantiere die hohe Profilgenauigkeit in der Produktion und Instandhaltung. Beim Bedienkonzept der VPulse 500 erlaubt es der Touchscreen, die Anlage relativ einfach zu programmieren und zu steuern, um so ein zügiges und fehlerfreies Arbeiten zu ermöglichen.

Und, wie Vollmer ergänzt, lassen sich auch mit der Scheibenerodiermaschine QXD 250 unterschiedliche PKD-Werkzeuge präzise bearbeiten. Aufgrund nun erweiterter Programmfunktionalitäten könnten Werkzeughersteller mit der aktuellen QXD 250 ihre Schärfprozesse außerdem beschleunigen. Über das Palettenumlaufmagazin HC11 lässt sich diese Erodiermaschine mit maximal 64 Werkstückplätzen ausrüsten. Auf der AMB demonstriere Vollmer außerdem neue Software-Updates und verfügbare Softwareoptionen, die für mehr Prozesssicherheit, höhere Genauigkeit und größere Flexibilität bei der Bearbeitung sorgen sollen.

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