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Metav 2010

Schleiftechnik im Fokus einer Metav-Sonderschau

| Redakteur: Bernhard Kuttkat

Welche Trends die Weiterentwicklung von Schleifmaschinen prägen, zeigt auf der Metav 2010 die Sonderschau „Schleiftechnologie und Feinbearbeitung“. Im Fokus stehen das Senken der Bearbeitungszeiten und die Erhöhung der Flexibilität ebenso wie ökologische Kühlschmierstoff-Konzepte.

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Zur Prüfung von Rauheit, Textur und Form, beispielsweise beim Schleifen einer Walze, eignet sich der Sensor OS 500, den Optosurf auf der Sonderschau präsentiert. Bild: Optosurf
Zur Prüfung von Rauheit, Textur und Form, beispielsweise beim Schleifen einer Walze, eignet sich der Sensor OS 500, den Optosurf auf der Sonderschau präsentiert. Bild: Optosurf
( Archiv: Vogel Business Media )

„Leistungsfähige Schleifprozesse entfalten ihre Wirkung durch das optimale Zusammenspiel zwischen Schleifmaschinen und Schleifwerkzeugen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Dirk Biermann, Leiter des Instituts für spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund und Organisator der Sonderschau „Schleiftechnologie und Feinbearbeitung“ auf der Metav 2010. Dort präsentieren Unternehmen Produkte rund ums Schleifen.

Ein positiver Aspekt dieser Sonderschau: Die gezielte Ansprache von Anwendern wird – so eine Erfahrung des VDW von früheren Sonderausstellungen – die Qualität der Fachgespräche positiv beeinflussen. Außerdem wird dem an Schleifverfahren interessierten Besucher ein Hallenslalom erspart, denn die Ausstellung soll alle Aspekte des Schleifens beleuchten – vom Kühlschmierstoff und Werkzeug bis hin zur Schleifmaschine.

Kühlschmierstoff spielt eine bedeutende Rolle beim Schleifen

So dreht sich auf dem Stand der Carl Bechem GmbH in Hagen alles um ein neues Kühlschmierstoff-Konzept. Dr. Heinz Dwuletzki, Leiter Labor und Technik der Metallbearbeitung, bezeichnet das Schleifen als komplexen Wirkkreis von Schleifmaschine, Schleifwerkzeug, Werkstück, Kühlschmierstoff und weiteren Parametern, wobei der Kühlschmierstoff eine bedeutende, häufig unterschätzte Rolle spielt: „Bechem bewirkt mit einem völlig neuen Kühlschmierkonzept einen Paradigmenwechsel in der spanabhebenden Metallbearbeitung. Die positiven Eigenschaften von Öl und Wasser werden bei diesem Konzept erstmals in einem völlig mineralölfreien Kühlschmierstoff kombiniert.“

Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Situation und auf die nächste Wachstumsphase seien die Bechem-Kunden dabei, tiefgreifend zu rationalisieren. Sie würden sich bei der Suche nach Verbesserungen auf die Produktions- und Anlagentechnik konzentrieren. „Der Blick auf das enorme Potenzial von Hilfsstoffen in der Produktion ist dabei, abgesehen von einer möglichen Preisdiskussion, häufig noch nicht geschärft“, bedauert Dwuletzki.

Kühlschmierstoffe können zur Kostensenkung beim Schleifen beitragen

Die Metav 2010 ist für Bechem eine der zentralen Messen im Bereich der Metallbearbeitung. „Dort möchten wir den Anwendern zeigen, dass Ökologie und Ökonomie, insbesondere bei unserem Kühlschmierkonzept Berufluid, kein Widerspruch sind“, betont der Fachmann und ergänzt: „Wir werden Besucher auf weitere interessante Kostensenkungseffekte neben den eigentlichen Produktivitätskriterien wie Bearbeitungszeit und Werkzeugstandzeit aufmerksam machen.“ Ferner zeigt das Hagener Unternehmen, dass das Anwendungsfeld für dieses neue Kühlschmierkonzept nicht auf Schleifoperationen beschränkt ist.

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