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Schmolz + Bickenbach erlebt drastischen Umsatzeinbruch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Schweizer Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach AG hat im ersten Halbjahr nicht nur unter der Konjunktur, sondern auch unter einem massiven Lagerabbau bei seien Kunden gelitten.

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Der Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach leidet derzeit unter einem deutlichen Nachfragerückgang. Bild: Stahl-Online
Der Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach leidet derzeit unter einem deutlichen Nachfragerückgang. Bild: Stahl-Online
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Schweizer Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach AG hat im ersten Halbjahr nicht nur unter der Konjunktur, sondern auch unter einem massiven Lagerabbau bei seien Kunden gelitten. Produktions- und Absatzmengen sowie Umsatz- und Ertragswerte sanken dadurch gegenüber der Vorjahresperiode deutlich, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Die Umsatzerlöse erreichen 1,0542 Mrd. Euro (erstes Halbjahr 2008: 2,2788 Mrd. Euro), wie es in der Mitteilung des Stahlherstellers heißt. Das Betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belaufe sich auf – 115.2 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2008: 231.9 Mio. Euro) und das EBIT auf –166.5 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2008: 184.8 Mio. Euro). Das Konzernergebnis betrage –149 Mio. Euro nach einem Plus von 108.6 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Schmolz + Bickenbach will Finanzierung sichern

Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung sind eingeleitet, wie das Unternehmen weiter berichtet. Diverse Projekte zur Ausrichtung der Kapazitäten auf ein tieferes Nachfrageniveau würden umgesetzt. Der Markt zeige erste Erholungszeichen.

Wie die Schmolz + Bickenbach AG bereits Ende 2008 und bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2008 im März 2009 angekündigt hat, sei das Unternehmen als Hersteller, Verarbeiter und Distributeur von Stahl in besonderem Maße von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise betroffen. Nach einem erfreulichen Halbjahresabschluss 2008 sei im Herbst ein regelrechter Abriss des Abnahmeverhaltens der Kunden erfolgt, resultierend aus einem starken Nachfragerückgang in diversen Wirtschaftszweigen wie der Automobil- und Maschinenindustrie.

Diese Entwicklung sei durch den erheblichen Lagerabbau in der gesamten Wertschöpfungskette der Kunden noch verstärkt worden. Zusätzlich hätten weiter sinkende Schrott- und Legierungspreise das Ergebnis negativ beeinflusst.

Stahlhersteller muss Personal abbauen

Auf Grund der schwierigen Marktsituation kamen ausgelöst durch den Liquiditätsdruck der Wettbewerber auch die Margen unter Druck, heißt es in der Mitteilung. Außerdem sei das Ergebnis des ersten Halbjahres auch mit Restrukturierungskosten in Höhe von 15 Mio. Euro belastet. Entsprechende Personalabbaumaßnahmen, die im laufenden und folgenden Jahr die Reduzierung um weitere rund 350 Mitarbeiter vorsehen, seien eingeleitet.

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