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Schmolz + Bickenbach fährt 122 Mio. Euro Verlust im ersten Quartal ein

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Schmolz + Bickenbach sieht hohe Belastungen durch Aufwertung des Schweizer Frankens

Schmolz + Bickenbach sieht in diesen Schätzungen erhebliche Unsicherheiten für die weitere Ergebnisentwicklung. Die Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 bleiben daher laut Mitteilung verhalten. Aufgrund der Umgliederung der spezifischen Distributionseinheiten als aufgegebener Geschäftsbereich passe der Stahlkonzern die Schätzungen für die Absatzmengen um die Mengen, welche diese Einheiten mit Fremdprodukten erzielt haben, an. Das Unternehmen geht für 2015 nunmehr von Absatzmengen aus, die rund 300 kt unter dem Niveau des Jahres 2014 liegen dürften. Das Ergebnis werde im Gesamtjahr 2015 durch Währungseinflüsse, insbesondere die Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro im Januar 2015, belastet. Neben den bereits im ersten Quartal verbuchten einmaligen Währungsverlusten von netto 7,4 Mio. Euro soll auf Basis von Sensitivitätsanalysen jede Aufwertung des Frankens um einen Rappen zu einer laufenden Verringerung des EBITDA von rund 1,5 Mio. Franken pro Jahr führen. Die gegenläufigen translatorischen Effekte dürften dies nur teilweise abfedern.

Aufgrund der Umgliederung der spezifischen Distributionseinheiten als aufgegebener Geschäftsbereich passe Schmolz + Bickenbach die EBITDA-Prognose um den EBITDA-Beitrag 2015 der veräußerten Einheiten in Höhe von rund 20 Mio. Euro an. Angepasst um die Effekte aus dem Verkauf der spezifischen Distributionseinheiten erwartet das Unternehmen für 2015 ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen 190 Mio. Euro und 230 Mio. Euro, wobei aufgrund der Rahmenbedingungen aktuell eher ein EBITDA im unteren Bereich dieser Bandbreite erwartet werde.

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Kostensenkungsprogramm bei Schmolz + Bickenbach wird verstärkt

Das 2013 eingeleitete Ergebnisverbesserungsprogramm schreitet laut Mitteilung erfolgreich voran. Aufgrund der währungsbedingten Herausforderungen und der Unsicherheiten im Öl- und Gasgeschäft will Schmolz + Bickenbach 2015 die Bemühungen verstärken und das Programm ausweiten. Ein Projekt zur Reduzierung des Net Working Capitals sei bereits angelaufen. In Zukunft werde der EBITDA-Beitrag von rund 20 Mio. Euro pro Jahr der veräußerten Einheiten nicht mehr in das Ergebnis der Gruppe einfließen. Angepasst um diesen Effekt hält Schmolz + Bickenbach nach eigenen Angaben an den Mittelfristzielen fest: Ab dem Jahr 2016 sollen über einen Wirtschaftszyklus ein EBITDA von mehr als 280 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von mehr als 8 % erreicht werden. Der EBITDA-Leverage (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA) solle nachhaltig auf weniger als das 2,5-Fache zurückgeführt werden.

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