Innovationen Schnell mit neuen Produkten auf Marktveränderungen reagieren

Autor / Redakteur: Mathias Ganzmann / Claudia Otto

Im steigenden internationalen Wettbewerb können Unternehmen langfristig nur erfolgreich bestehen, wenn sie der Marktnachfrage aktiv mit innovativen Produkten begegnen. Die Herausforderung, schnell mit Innovationen auf Marktveränderungen zu reagieren, gestaltet sich für die Unternehmen jedoch zunehmend schwieriger.

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Bild 1: Erfolgswahrscheinlichkeit von F&E-Projekten.
Bild 1: Erfolgswahrscheinlichkeit von F&E-Projekten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die für eine Produktentwicklung relevanten Technologien entwickeln sich rasant weiter und sind zunehmend komplexer vernetzt; Unternehmen müssen entsprechend der zunehmenden Dynamik der Kundenbedürfnisse gestutzte Zeitspannen bis zur Markteinführung durch kürzere Entwicklungszeiten kompensieren. Es herrscht ein schwieriges Zusammenspiel zwischen marktinduzierten Bedürfnissen (Market Pull) und technologiegetriebenen Entwicklungen (Technology Push), das oft erfolglose Produkteinführungen nach sich zieht (Bild 1).

Nur 12% der Projekte aus Forschung und Entwicklung bringen Erfolg

So führen lediglich 12% aller F&E-Projekte zu einem wirtschaftlichen Erfolg am Markt – und das obwohl nur 43% der Projekte wegen technischer Risiken nicht vollendet werden können. Die Hälfte aller Entwicklungen scheitert also aufgrund fehlender Marktakzeptanz, bindet jedoch wertvolle Kapazitäten an erfolglose Projekte.

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Somit ist die systematische Auswahl erfolgversprechender Projekte ein entscheidender Hebel zur Steigerung der Innovationsleistung und letztlich des wirtschaftlichen Erfolges. Als Entscheidungsgrundlage hat sich eine unternehmensweit abgestimmte Innovations-Roadmap bewährt, die sowohl das Zusammenspiel der Technologien als auch die dynamischen Marktbedürfnisse berücksichtigt.

Damit die Identifikation der potenziellen Innovationen effizient erfolgt, muss die Innovations-Roadmap unternehmensweit zwischen den marktinduzierten Bedürfnissen (Market Pull) und den technologisch getriebenen Entwicklungen (Technology Push) harmonisiert werden. Die Erfahrung zeigt: Die erstmalige Erstellung einer Innovations-Roadmap ist vor allem aufwändig, wenn die Methode weitgehend unbekannt ist und zudem die unterschiedlichen Perspektiven von Vertrieb und Technik zusammengeführt werden müssen. Dafür hat sich in der Praxis der im Kasten dargestellte Ansatz bewährt.

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Systematisches Einführen einer Innovations-Roadmap

Im ersten Teilschritt werden die Produkt- und Entwicklungsideen gesammelt, ohne die Innovationspotenziale zu berücksichtigen. Dafür identifizieren Marketing und Vertrieb die Bedürfnisse des Marktes mittels ihrer externen Perspektive und Entwicklung und Produktion ergänzen durch ihre interne Sicht ungenutzte technologische Potenziale und Synergien. Vorteil der interdisziplinären Teamarbeit: zum einen das verbesserte Brainstorming aller Beteiligten, zum anderen ein gemeinsames Verständnis von technischen Spezifikationen, Kundenanforderungen und Markteintrittsterminen.

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