Suchen

Laserschneiden Schneller schneiden auf Maschinen mit fasergekoppelten Lasern

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Fasergekoppelte Laser bieten Systemherstellern und Anwendern neue Perspektiven. Energieeinsparungen und erhöhter Teiledurchsatz verhelfen der flexiblen Schneidtechnik insbesondere im Dünnblechbereich zu einer deutlichen Produktivitätszunahme – vorausgesetzt, die Systemtechnik stimmt.

Firma zum Thema

Hochgeschwindigkeitsschneiden von 1,2 mm dickem Karosseriestahlblech. (Bild: ILT)
Hochgeschwindigkeitsschneiden von 1,2 mm dickem Karosseriestahlblech. (Bild: ILT)

Der industrielle Markt für Laserschneidmaschinen und die weltweiten Laserschneidanwendungen in Lohnbetrieben sowie in der Serienfertigung von Produktionsbetrieben haben ebenso wie die zugehörigen internationalen Forschungsaktivitäten in der vergangenen Dekade beträchtliche Weiterentwicklungen erfahren. Innovationen bei den Laserstrahlquellen, der Maschinentechnik, der Prozessautomatisierung und den zu schneidenden Werkstoffen gehen einher mit weltweit im Umbruch befindlichen wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen. Auf den jüngsten Messeveranstaltungen wie der Euroblech 2010 in Hannover und internationalen Fachkonferenzen wie der Icaleo 2010 im US-amerikanischen Anaheim wurden der aktuelle Stand der Technik und zukünftige Trends im Laserschneidsektor in beeindruckender Weise erkennbar.

Faserlaser und Scheibenlaser zunächst skeptisch gesehen

In den vergangenen fünf Jahren hat das Erscheinen der Faser- und Scheibenlaser den konventionellen CO2-Laserschneidmarkt zunehmend verunsichert. Je nach Blickwinkel reichten die Reaktionen der Systemhersteller, Anwender und Forschungsinstitute von Ablehnung angesichts der Bedrohung angestammter Märkte bis zu vorbehaltloser Begeisterung angesichts der sich eröffnenden Chancen.

Bildergalerie

Es bedurfte mehrerer Jahre, bis sich der Nebel lichtete. Inzwischen können den neuen Lasern ihre Fähigkeiten nicht mehr seriös abgesprochen werden. Auf der anderen Seite sind die verbleibenden Maßstäbe, die von der CO2-Lasertechnik gesetzt werden, nach wie vor beachtenswert.

Forscher machen Faserlaser für immer dickere Bleche anwendbar

Dennoch haben die hohe Systemeffizienz und -verfügbarkeit ebenso wie die Verringerung von Stellfläche, Betriebskosten und Wartungsaufwand der fasergekoppelten 1-µm-Lasertechnik die Aufmerksamkeit des Marktes gewonnen. Kein Zeitverlust für das Aufwärmen des Resonators und eine Strahlführung, die nicht mit Spülgas versorgt und regelmäßig (oder unregelmäßig) nachjustiert werden muss – das sind starke Argumente für entsprechend leidgeprüfte Nutzer herkömmlicher Lasersysteme.

Dennoch bleiben Grenzen der fasergekoppelten 1-µm-Systeme bezüglich der in großen Materialdicken erzielbaren Schnittqualität bestehen. Sie werden jedoch von einigen Kundenmärkten akzeptiert und durch ambitionierte Forschungsanstrengungen immer weiter zu größeren Blechdicken verschoben.

(ID:25936370)