Baugruppenmontage Schräge Fügestellen exakt definieren

Redakteur: Peter Königsreuther

Bei der Montage von einzelnen Baugruppen kommen nicht parallele Verbindungsflächen recht häufig vor. Damit man dennoch genau und spannungsfrei zwei Bauteile kombinieren kann, hat das Unternehmen Martin jetzt besondere Zwischenlagen entwickelt, welche diese Aufgabe erleichtern.

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Zum partiellen Ausgleich schräger Verbindungen präsentiert Martin jetzt abgestufte Zwischenlagen, die eine Verbindung zweier Komponenten mit definiertem Winkel erlauben.
Zum partiellen Ausgleich schräger Verbindungen präsentiert Martin jetzt abgestufte Zwischenlagen, die eine Verbindung zweier Komponenten mit definiertem Winkel erlauben.
(Bild: Martin)

In Verbindungstechnik und Baugruppenmontage ist es keinesfalls die Ausnahme, dass formschlüssige Passflächen von zwei Bauteilen nicht exakt parallel, sondern in einem definierten Winkel zueinander finden müssen, berichtet Martin. Man denke etwa an die Verbindung von Strukturbauteilen aus CFK im Flugzeugbau, die absolut spannungsfrei montiert werden müssen. Oder auch an die Aufstellung von Maschinen auf unebenen Böden. Stets wollen die Anwender in solchen Fällen die Abstimmprozesse ohne Nacharbeiten durchführen können und teure Verzögerung vermeiden, heißt es weiter.

Die geschälte Präzisionsverbindung

Wie aber bewältigt man bei Fügestellen mit schrägem, keilförmigem oder gar völlig unebenem Querschnitt einen präzisen Toleranzausgleich? Als Antwort darauf habe der Zwischenlagen-Spezialist in seiner markenrechtlich geschützten Produktlinie M-Tech-L einen neuen Typus von Zwischenlagen mit partiell abstufbarem Querschnitt entwickelt. Diese innovativen Feinabstimmfolien bezeichnet Martin auch als Tapered Laminated Shims und verweist damit auf deren außergewöhnlichen Aufbau: Von oben betrachtet, erkennt man auf der Passplatte aneinander gesetzte Segmente. Diese Segmente sind einzeln in der Dicke zu reduzieren, da sie aus vielen abschälbaren Folien unterschiedlicher Stärken (25 bis 100 μm) bestehen.

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Fließende Niveauübergänge

Somit können durch Abschälen von Hand reliefartige Abstufungen erzeugt werden, die sich mit einer Genauigkeit im Zehntelbereich dem Fügespalt annähern lassen. Die treppenförmige oder unebene Struktur wird abschließend mit einer dünnen, selbstklebenden Deck- bzw. Schutzfolie überzogen, so dass die gesamte Zwischenlage eine geschlossene Oberfläche mit fließenden Übergangen zwischen ihren einzelnen Niveaustufen erhält. Da es sich bei den neuen Zwischenlagen des Typs M-Tech-L TLS (Tapered Laminated Shim) immer um Zeichnungsteile handelt, ist deren Gestaltung sehr flexibel. Gesamtkontur und -höhe, Segmentierung, Folienstärke und Werkstoff sind auf der Grundlage der bestehenden MARTIN-Materiallisten weitgehend frei wählbar.

Individueller Distanzausgleich

Diese inzwischen zum Patent angemeldete Innovation auf dem Gebiet der Zwischenlagen hat binnen kurzem das Interesse erster Anwender in der Luftfahrt und im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau geweckt. Wo immer ein ganz individuell partitionierbarer Distanzausgleich für nicht-parallele Fügestellen benötigt wird, erweist sich der neue M-Tech-L TLS (Tapered Laminated Shim) als hochflexible und sehr wirtschaftliche Lösung für die gesamte Prozesskette, so Martin. Der Einsatz komplexer mechanischer Ausgleichsverfahren kann entfallen.

Die Georg MARTIN GmbH aus Dietzenbach ist zertifiziert nach EN9100, ISO 9001, ISO 14001 und verfügt über Lieferantenfreigaben, etwa von Airbus, Airbus Helicopters und Rolls Royce. Die Produktion erfolgt RoHS-, PFOS- und REACH-konform. MM

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