Desoutter Schraubverfahren für gewindeformende Schrauben ermöglicht konstante Klemmkraft

Redakteur: Rüdiger Kroh

Mit dem Koala-Schraubverfahren will Desoutter für die prozesssichere Montage gewindeformender Schrauben sorgen. „Diese neue Schraubstrategie ermöglicht die Kopfauflageerkennung und eignet sich für Verschraubungen in Kunststoff, Holz oder Metall und hier insbesondere Aluminium-Druckguss, aber auch für Verbundwerkstoffe“, erläutert Jürgen Göbel, Geschäftsführer der Desoutter GmbH.

Firmen zum Thema

„Unsere neue Schraubstrategie ermöglicht die sichere Erkennung der Kopfauflage auch bei stark schwankenden Reib- und Furchkräften “, sagt Jürgen Göbel, Geschäftsführer der Desoutter GmbH. Bild: Kroh
„Unsere neue Schraubstrategie ermöglicht die sichere Erkennung der Kopfauflage auch bei stark schwankenden Reib- und Furchkräften “, sagt Jürgen Göbel, Geschäftsführer der Desoutter GmbH. Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Für die Erkennung der Kopfauflage müsse das elektronisch gesteuerte Schraubwerkzeug über einen Messwertgeber verfügen und die Steuerung entsprechend programmiert sein. „Im Grunde handelt es sich um eine Software, die auch nachgerüstet werden kann“, so Göbel.

Schraubkurve während der Montage analysiert

Während des Montagevorgangs analysiert das Programm die Schraubkurve und findet über einen mathematischen Algorithmus den Moment der Kopfauflage. Ab diesem Zeitpunkt wird die Schraube je nach Anforderung um einen bestimmten Drehwinkel weitergedreht oder auf ein definiertes Drehmoment angezogen. „Mit dem Koala-Verfahren erzielen wir konstante und wiederholbare Verschraubungen“, betont Produktmanagerin Stefanie Heß.

Toleranzen im Schraubenlos, in den Bohrungen oder im Material können dazu führen, dass sich während der Montage der Einschraubwiderstand ändert. „Schraubwerkzeuge mit herkömmlicher Programmierung schalten dann zu früh oder zu spät ab“, erklärt Göbel. „So kommt es zu überstehenden, zu tief versenkten oder abgerissenen Schrauben.“

Neues Verfahren bringt Klemmkraft beim Schrauben präziser ein

Denn mit der herkömmlichen Steuerung über Drehmoment und/oder Drehwinkel bekomme man die stark schwankenden Reib- oder Furchkräfte nicht in den Griff. „Die Folge ist sehr viel Nacharbeit“, sagt Heß. „Bei dem Koala-Verfahren streut zwar das Drehmoment stärker, trotzdem wird die Klemmkraft sehr viel konstanter und präziser eingebracht.“ Das Verfahren eigne sich für Hand- und Einbauschrauber und Drehmomente von 0,2 bis 2000 Nm.

(ID:385289)