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Schuler kann Gewinn um 19 % steigern – trotz Umsatzverlust

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Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe Schuler zudem die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Konzerns angeschoben. Das geplante Technologiezentrum am Standort Göppingen für rund 40 Mio. Euro, ist laut Klebert, „ein sichtbares Zeichen dafür, dass Deutschland unsere Heimatbasis bleiben wird.“ Der Neubau soll über 750 Arbeitsplätze verfügen. Zum Geschäftsjahresende beschäftigte Schuler laut eigener Mitteilung weltweit 5580 Mitarbeiter, was einem Zuwachs um 2,5 % entspricht. Der Konzern habe 11 % mehr Auszubildende eingestellt, so dass ihre Zahl auf 353 gestiegen sei.

Umsatz von Schuler soll auch im Geschäftsjahr 2014 deutlich über 1 Mrd. Euro liegen

Vorsichtig optimistisch bewertet der Vorstand die Aussichten für 2014, auch wenn das Marktumfeld durch hohe Unsicherheiten wie Schuldenkrise und Investitionszurückhaltung in wichtigen Absatzmärkten geprägt sei. Da Schuler ab 2014 sein Geschäftsjahr an das Kalenderjahr anpasst, erwarten die Göppinger für das laufende Rumpfgeschäftsjahr, vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2013, einen Umsatz von 250 bis 300 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2014 soll der Konzernumsatz bei rund 1,1 Mrd. Euro liegen. „Damit bewegen wir uns weiter auf einem stabilen, hohen Niveau“, sagte Broger.

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Wie bereits Ende Oktober angekündigt, passt Schuler im Rahmen des Konzernprojekts Zusammenwachsen 2.0 seine Strukturen an, um globaler und effizienter zu werden (wir berichteten). Neben der Verkleinerung von Vorstand und zweiter Führungsebene sollen mehrere deutsche Konzerngesellschaften zusammengelegt werden. Das Konzept sehe ferner vor, die Produktion zu straffen und Verwaltungsaufgaben zu zentralisieren. Davon würden mittelfristig 350 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sein.

Konzernumbau beschert Schuler im aktuellen Rumpfgeschäftsjahr Verluste

Für den Konzernumbau seien Aufwendungen von rund 50 Mio. Euro veranschlagt, davon rund 35 Mio. Euro im Rumpfgeschäftsjahr 2013. In den folgenden Geschäftsjahren geht Schuler von einer jährlichen Kostenreduktion von 15 bis 20 Mio. Euro aus. Dies führe im Rumpfgeschäftsjahr zu einem negativen Ebita. Auch 2014 werde die Ebita-Marge den Wert des Geschäftsjahres 2012/13 noch nicht erreichen.

Nach Umsetzung der Veränderungsmaßnahmen strebt Schuler nach eigenen Angaben mittelfristig wieder eine Ebita-Zielrendite von 8,5 % an, was in etwa der heutigen Ebitda-Marge von 10 % entspricht. Schuler will zukünftig den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Ebita) als wichtige Steuerungsgröße einsetzen.

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