Umformen Schuler startet gut ins neue Geschäftsjahr

Redakteur: Stéphane Itasse

Der erste Quartalsbericht der Schuler AG, Göppingen, im Geschäftsjahr 2011/2012 bestätigt den Aufwärtstrend: Beim Umsatz übertraf der Pressenhersteller laut eigener Mitteilung im ersten Quartal des Geschäftsjahres, das am 1. Oktober 2011 begann, mit 276,3 Mio. Euro den Wert des Vorjahresquartals um 55,3%.

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Maschinen von Schuler sind gut gefragt: Der Pressenhersteller will auch 2012 weiter wachsen. (Bild: Schuler)
Maschinen von Schuler sind gut gefragt: Der Pressenhersteller will auch 2012 weiter wachsen. (Bild: Schuler)

Zuwächse erzielte das Unternehmen in allen Märkten mit Ausnahme Nord- und Südamerikas. Den höchsten Anteil am Gesamtumsatz hatte mit 39,7% das Asiengeschäft (Vorjahr: 26,5%). Auch die Ertragslage verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich von 15,1 auf 24,6 Mio. Euro, so dass die Ebitda-Marge bezogen auf den Umsatz von 8,5 auf 8,9% stieg.

Schuler vervielfacht Konzernergebnis nach Steuern

Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 10,0 Mio. Euro, nach 0,8 Mio. Euro im Vorjahr. Hier wirkten sich bereits auch die verbesserten Konditionen des im November 2011 abgeschlossenen neuen Konsortialkreditvertrages aus.

Schuler verzeichnete im ersten Quartal 2011/12 einen anhaltend guten Auftragseingang, heißt es weiter. In nahezu allen Märkten sei die Nachfrage lebhaft geblieben. So fielen die Neubestellungen von Oktober bis Dezember 2011 mit 391,1 Mio. Euro höher aus als in jedem der drei Vorquartale. Eine rege Ordertätigkeit habe insbesondere im europäischen Ausland und in Amerika geherrscht.

Automobilhersteller bleiben wichtigste Kunden von Schuler

„Neben der guten Konjunkturlage profitierte Schuler von strategischen Investitionen der Automobilindustrie. Diese bleibt für uns auf Sicht von fünf bis zehn Jahren der wichtigste Markt, auch getrieben durch China, wo das Potenzial nach wie vor sehr groß ist“, kommentierte Stefan Klebert, der Vorstandsvorsitzende der Schuler AG, die Quartalszahlen.

Die Neubestellungen lagen mit 505,4 Mio. Euro unter dem Vorjahresquartal, was der Pressenhersteller nach eigenen Angaben allerdings erwartet hatte. Dazu erklärte Klebert: „2010 kam es aufgrund der weltwirtschaftlichen Erholung zu einem wahren Investitionsboom bei Anlagen und Ausrüstungen. Dieser Effekt führte damals zu einem außerordentlich hohen Auftragseingang. Der aktuelle Auftragseingang hingegen spiegelt einen stetigen Anstieg in den vergangenen neun Monaten wider und führt zu einem sicheren Auftragspolster.“ Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 1,15 Mrd. Euro und überstieg den Vorjahreswert um 14,7%, heißt es.

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