Umformen Schuler steigert Auftragseingang und Ergebnis

Redakteur: Stéphane Itasse

Bei hohem Auftragseingang sind Umsatz und Ergebnis der Schuler AG in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 kräftig gestiegen. Der Göppinger Umformtechnik-Hersteller verbuchte zum 31. März nach eigenen Angaben bei einem Konzernumsatz von 403,7 (Vorjahr 291,7) Mio. Euro ein Konzernergebnis (EBITDA) von 35,7 (6,1) Mio. Euro.

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Der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert hat den Konzern wieder in die schwarzen Zahlen geführt. (Bild: Schuler)
Der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert hat den Konzern wieder in die schwarzen Zahlen geführt. (Bild: Schuler)

Auch beim Konzernergebnis nach Steuern schaffte Schuler mit 6,6 Mio. Euro die Wende nach einem Verlust von 15,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Pressenspezialist konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konzernweit neue Aufträge über 817,4 Mio. Euro verbuchen.

Schuler erhält 180% mehr Aufträge

Dieser Auftragseingang übertraf nicht nur den Vergleichswert des Vorjahres von 293,9 Mio. Euro um fast 180%. Er entsprach bereits auch dem Auftragseingang des gesamten Geschäftsjahres 2009/10 von 818,4 Mio. Euro. Der Auftragsbestand zum 31. März 2011 lag mit 1,09 Mrd. Euro auf Rekordniveau und mehr als doppelt so hoch wie am 31. März 2010 mit 509,3 Mio. Euro.

„Für uns ist nicht nur der anhaltend hohe Auftragseingang erfreulich“, sagt der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert bei der Vorlage des Zwischenberichts. „Positiv ist zudem, dass unser geschäftlicher Aufschwung sektoral und geographisch breit verteilt ist.“ Durch die verbesserte Preisqualität der Aufträge und die eigenen Effizienzprogramme verbesser sich auch das Ergebnis.

Halten der Mitarbeiter in der Krise zahlt sich für Schuler aus

Schuler profitierte laut eigener Mitteilung bei der Bearbeitung des hohen Auftragseingangs davon, dass der Konzern in der vorhergehenden Wirtschaftskrise einen großen Teil der Arbeitsplätze unter Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente erhalten hatte. Die Konzernbelegschaft blieb per 31. März 2011 mit von 5051 (Vorjahr 5059) Mitarbeitern nahezu unverändert.

Die im vergangenen Geschäftsjahr vereinbarte Kurzarbeit lief weitestgehend aus. Der Personalaufwand stieg auf 155,8 (133,2) Mio. Euro. Der Materialaufwand legte dem Auftragsvolumen entsprechend auf 199,7 (121,3) Mio. Euro zu.

Alle Schuler-Geschäftsbereiche im Plus

Die drei großen Geschäftsbereiche des Schuler-Konzerns Umformsysteme (Forming Systems), Automatisierung (Automation) und Werkzeuge (Tools) verbuchten jeweils deutliche Umsatzsteigerungen und erreichten nach den Verlusten des Vorjahreszeitraums alle positive Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dabei steigerte Schulers größter Geschäftsbereich, die Umformsysteme, den Umsatz auf 322,2 (228,3) Mio. Euro und das EBIT auf 22,7 (–1,0) Mio. Euro.

Die regionale Verteilung des Konzernumsatzes gliederte sich im ersten Geschäftshalbjahr wie folgt: 32,3% der Erlöse entfielen auf Deutschland, 31,3% auf Asien, 21,9% auf Nord- und Südamerika, 13,6% auf das europäische Ausland und 0,9% auf andere Regionen.

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