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Schweißbrennerhersteller Dinse bietet jetzt auch Stromquellen an

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Bislang stand der Name Dinse für Schweißbrenner, doch auf der Messe Euroblech 2010 präsentiert das Hamburger Unternehmen jetzt seine erste eigene MIG/MAG-Stromquelle. „Wir haben den primär getakteten Inverter für den Automatenbetrieb gemeinsam mit der Firma Ess entwickelt“, erklärte Dinse-Geschäftsführer Torsten Lischke.

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Torsten Lischke, Geschäftsführer der Dinse GmbH: „Wir können jetzt ein komplettes Schweißsystem aus einer Hand anbieten.“ Bild: Kroh
Torsten Lischke, Geschäftsführer der Dinse GmbH: „Wir können jetzt ein komplettes Schweißsystem aus einer Hand anbieten.“ Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Dabei stammt die Grundtechnik der Stromquelle von Ess, während Dinse seine Erfahrung beim automatisierten Schweißen eingebracht hat. „Somit können wir jetzt ein komplettes Schweißsystem, dessen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, aus einer Hand anbieten“, so Lischke.

Schweißstromquelle in vielen Varianten erhältlich

Die Schweißstromquelle DIX PI 400/550 hat eine modulare Bauweise und bietet laut Dinse eine große Variantenvielfalt durch ein mehrteiliges Gerätesystem. Die Basismodule werden vorerst in zwei Varianten mit 400 und 550 A zur Verfügung stehen.

Das Herzstück der Schweißstromquelle ist die zentrale Steuereinheit, die den gesamten Prozess überwacht und somit genaue und reproduzierbare Schweißergebnisse garantiert, heißt es weiter. Innerhalb der Maschine werden 100 Standardkennlinien zur Abdeckung der gängigsten Prozesse verwaltet.

Darüber hinaus können bis zu 100 Sonderkennlinien erstellt werden. Die gesamte Datenverwaltung und -sicherung der Schweißparameter und Kennlinien erfolgt über ein PC-Tool.

Schweißstromquelle mit elektronischer Blindstromkompensation senkt Energiekosten

Ein Lüfter-Kühlkanal-System mit staubgeschützten Elektronikkomponenten minimiert die Verschmutzung im Inneren der Stromquelle. Zudem verfügt diese über eine elektronische Blindstromkompensation PFC (Power Factor Correction), die die Energiekosten im Vergleich zu stufengeschalteten Anlagen deutlich reduzieren soll.

Für die prozesssichere Förderung des Schweißzusatzdrahtes an die Fügestelle wurde die Antriebseinheit DIX WF 110S konzipiert und funktionell optimal auf die Stromquelle abgestimmt, betont das Hamburger Unternehmen. Sie sorge für einen konstanten Drahtvorschub und somit für einen stabilen Lichtbogen.

Mit dem Kurzlichtbogen, dem RMT-Sprühlichtbogen, dem Impulslichtbogen und dem Aluminium-Power-Impuls eignet sich die Stromquelle für vier Schweißverfahren. Wie Dinse hervorhebt, bietet die Rapid MAG Technology (RMT) speziell bei Einbrandtiefe, Einbrandform und Wirtschaftlichkeit entscheidende Vorteile.

Schweißstromquelle für neu entwickeltes Sprühlichtbogen-Schweißverfahren

Es handelt sich dabei um ein neu entwickeltes Sprühlichtbogen-Verfahren, das einen sehr fokussierten und druckvollen Lichtbogen mit sich bringt. Durch dessen hohe Energiedichte könne die Schweißgeschwindigkeit deutlich gesteigert werden. Damit reduziere sich auch der Wärmeeintrag ins Bauteil, was wiederum den Verzug nach dem Schweißen deutlich minimiere.

In das kommende Jahr geht Dinse nach Aussage von Torsten Lischke voller Zuversicht. „Wir werden 2010 im Vergleich zum Vorjahr beim Umsatz um 30% zulegen und planen für 2011 einen Zuwachs von etwa 20%.“ Die Steigerung in diesem Jahr stammt zu zwei Dritteln aus dem Ausland. Insgesamt ist aber Deutschland mit einem Umsatzanteil von 60% noch dominierend. „Wir wollen aber in den nächsten Jahren unseren Exportanteil von derzeit 40% weiter erhöhen“, sagte Lischke.

Dinse auf der Euroblech 2010: Halle 13, Stand C64

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