Suchen

Aluminiumschweißen

Schweißtechnikspezialisten unterstützen Alaskaabenteurer

| Autor/ Redakteur: Jan Leins / Peter Königsreuther

Mit einem selbst geschweißten, pedalgetriebenen Amphibienfahrzeug „urmeln“ die Hoepner-Zwillinge bald 4000 km durch Alaska. Ein Schweißsystem von EWM half beim Bau des ungewöhnlichen Gefährts.

Firma zum Thema

Die beiden Abenteurer Paul und Hansen Hoepner wollen mit einem selbst konstruierten pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug namens „Urmel“ quer durch Alaska fahren. EWM-Schweiß-Know-how hat den Bau des urigen Gefährts unterstützt.
Die beiden Abenteurer Paul und Hansen Hoepner wollen mit einem selbst konstruierten pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug namens „Urmel“ quer durch Alaska fahren. EWM-Schweiß-Know-how hat den Bau des urigen Gefährts unterstützt.
(Bild: EWM)

Abenteuer ist, wenn zwei Brüder den Plan schmieden, mit einem selbst konstruierten, pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug namens „Urmel“ quer durch Alaska zu fahren. Abenteuer ist aber auch, wenn diese Brüder das Fahrzeug als nahezu völlige Laien komplett selbst zusammenschweißen. Damit das gelingen kann, hat die EWM AG ihnen ein Lichtbogen-Schweißgerät samt Zubehör zur Verfügung gestellt. Ein Mitarbeiter des Unternehmens hat die beiden auch in einem zweitägigen Kurs in deren Werkstatt in Berlin geschult. Schweißen lernen in gerade einmal zwei Tagen – ob das wirklich möglich ist?

In 80 Tagen um die Welt – ohne Geld

Wenn die Brüder Paul und Hansen Hoepner aufbrechen, um die Welt zu sehen, dann ist das keine gewöhnliche Reise. 2012 sind die beiden mit dem Fahrrad von Berlin nach Schanghai gefahren: 13.600 km und acht Länder in sieben Monaten. Sie durchquerten die Taklamakan-Wüste und radelten im Himalaya in bis zu 5250 Metern Höhe. Auf ihrer zweiten Reise 2015 versuchten sie, die Welt in 80 Tagen ohne Geld zu umrunden. Sie verließen das Haus ohne einen Cent in der Tasche, ohne vorherige Kontakte, Social Media oder Couchsurfen zu nutzen. Mit der Unterstützung von mehr als 1000 Menschen weltweit, mit unterschiedlichster Herkunft und kulturellem Hintergrund, haben die Hoepners es in 104 Tagen durch 18 Länder geschafft. Und nun also das dritte Abenteuer: 4000 km durch Alaska mit einem selbst gebauten, pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug namens „Urmel“. Das Fahrzeug ist so konstruiert, dass die Brüder abseits von Straßen oder Wegen und durch sehr unwegsames Gelände fahren können. Es kann schwimmen, rollen und laufen. Klingt abenteuerlich? Das ist es auch!

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Die Urmel-Konstruktion hat's in sich

Um ein Abenteuer dieser Dimension zu meistern, benötigten die beiden Abenteurer Unterstützer und Sponsoren. Den Hoepners war bei den ersten Konstruktionsplänen für das Fahrzeug schnell klar geworden, dass dafür ein professionelles und leistungsstarkes Schweißgerät notwendig sein würde. „Als wir uns nach einem Sponsor im Bereich der Schweißtechnik umgesehen haben, kamen eigentlich nur EWM und ein großer Mitbewerber des Unternehmens in Frage“, erinnert sich Paul Hoepner. Weil EWM die bessere Onlinedokumentation hat, in den sozialen Medien sehr präsent ist und weil die Brüder meinten, dass das Unternehmen in der Lage sei, sie als Anfänger an die komplexe Materie des Schweißens heranzuführen, entschieden sie sich für EWM als Partner für ihr Projekt. „Wir hatten sofort das Gefühl, nicht nur ein professionelles Gerät zu bekommen, sondern auch auf geballtes Schweiß-Know-how zurückgreifen zu können. Denn von EWM kam zusätzlich das Angebot, dass wir zum Gerät eine zweitägige Schulung erhalten und sie uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das hat uns letztlich überzeugt“, sagt Hoepner. EWM stellte den Zwillingen das WIG-Schweißgerät Tetrix 351 AC/DC Comfort 2.0 puls zur Verfügung. Damit können die beiden bis zu einer Stromstärke von 350 A schweißen und sind somit in der Lage, auch dicke Aluminiumbauteile zu verbinden – ideal für ihre Anforderungen.

Aluminiumschweißen in zwei Tagen

Vor dem Start des Projekts hatten die Brüder nur wenig Erfahrung beim Schweißen von Stahl gesammelt. Ganz grob kannten sie sich also bereits mit der Materie aus. „Aluminiumschweißen, wie wir es jetzt am Fahrzeug umsetzen, ist aber eine ganz andere Hausnummer. Das ist nicht vergleichbar“, sagt Paul Hoepner. Deshalb sei es unbedingt notwendig gewesen, dass die beiden eine Schulung auf diesem Anwendungsgebiet erhalten, um auch die vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten des Tetrix-Geräts entsprechend nutzen zu können. Die EWM-Außendienstmitarbeiter Adeline Lützenkirchen (EWM Wittstock) und Rene Conradi (EWM Göttingen) reisten deshalb nach Berlin, um den Brüdern an zwei Tagen die vielen Features des Schweißgeräts zu erklären und ihnen zu zeigen, worauf es beim Aluminiumschweißen grundsätzlich ankommt. Natürlich lernt niemand das Schweißen vollständig innerhalb von nur zwei Tagen. Schließlich ist Schweißer ein eigener Ausbildungsberuf. Die Absprache der Hoepners mit EWM sah aus diesem Grunde so aus, dass die EWM-Mitarbeiter ihnen schwerpunktmäßig jene Dinge beibringen, die sie beim Bau von „Urmel“ unbedingt beherrschen müssen. „Das hat perfekt funktioniert. Wir schweißen seitdem alles selbst. EWM hat aber jederzeit ein offenes Ohr für uns, wir können kurzfristig anrufen und fragen, wenn es um irgendeine Einstellung am Gerät geht oder wir Probleme beim Schweißen haben“, sagt Paul Hoepner. Was kann man mehr erwarten?

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46136408)