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Aluminiumschweißen

Schweißtechnikspezialisten unterstützen Alaskaabenteurer

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Intuitives Aluminiumschweißen gleicht Defizite aus

Die Tage nach der Schulung experimentierten die Brüder viel mit dem Gerät herum, Learning by Doing. Bevor sie die eigentliche Schweißnaht am Fahrzeug legten, wurde mit ähnlichen Bauteilen getestet, ob die geplante Verbindung in der Praxis umsetzbar ist. Dementsprechend viel Aluminiumschrott hat sich in der Werkstatt der Hoepners mittlerweile angesammelt. Sie nennen es liebevoll das „Urmel-Museum“. Nach den zwei Schulungstagen hatten die Zwillinge das Gefühl, dass sie sich ans Schweißen heranwagen können. „Wenn man den Kern der Sache verstanden hat, wenn man beispielsweise eine gute von einer schlechten Schweißnaht zu unterscheiden weiß, dann traut man sich auch zu, so ein Gefährt zu bauen“, sagt Paul Hoepner. Dabei kam den beiden auch zugute, dass die Basisfunktionen des EWM-Geräts intuitiv bedienbar und auf dem graphischen Display logisch dargestellt sind. Die Hauptbedienelemente sind über Knöpfe direkt steuerbar, ohne dass sich die beiden in den Tiefen verschiedener Menüs verlieren.

Der schweißerische Trick für Dünn und Dick

Außer vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten war für die beiden Abenteurer vor allem das Thema Leistung wichtig. Denn es gibt verschiedene Bauteile, bei denen sie zum einen Teile aus dickem Aluminium miteinander verschweißen müssen, aber auch dickes mit sehr dünnem Aluminium. „Wir haben grundsätzlich Konstruktionsarten, die sehr schwierig zu schweißen sind. Wenn wir dicke und dünne Aluminiumteile miteinander verbinden wollen, kann es vorkommen, dass das dünne Teil wegbrennt, bevor das dicke zu schmelzen beginnt“, erklärt Hoepner. Damit solche Konstruktionen gelingen, verfügt das Schweißgerät über verschiedene Funktionen wie beispielsweise das Pulsschweißen. Mit dieser Funktion ist es den Brüdern möglich, sehr komplizierte Schweißnähte umzusetzen. „Eine weitere Anforderung war, dass wir ein Gerät brauchten, mit dem wir auch als Anfänger schweißen können. Durch die Puls-Funktionen haben wir mehr Kontrolle, weil der Schweißvorgang nicht so heiß abläuft und somit weniger die Gefahr des Verbrennens des Materials besteht“, erklärt Paul Hoepner.

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Schweißsystem wirkt sich positiv aufs Design aus

Das professionelle Schweißgerät ermöglichte es den Brüdern hin und wieder sogar, den eigentlichen Plan noch einmal neu zu überdenken. Es ergaben sich viele Konstruktionsmöglichkeiten, die überhaupt erst durch das Schweißgerät möglich wurden. „Wir haben jetzt zum Beispiel viele Bauteile verschweißt, statt sie wie ursprünglich geplant zu vernieten. Das Gefährt wird dadurch leichter und stabiler als gedacht“, berichtet Hoepner. Grundsätzlich konstruieren die Zwillinge nach dem Prinzip „Doppelt hält besser“. Wenn dann mal ein kleiner Einschluss oder eine Pore in der Naht vorhanden ist, sollte sich das nicht negativ auf die Stabilität des Fahrzeugs auswirken. Mit allen verschweißten Teilen führen sie Tests durch, um zu prüfen, ob die Verbindungen extremen Belastungen standhalten. Sie sind zuversichtlich, dass „Urmel“ ihnen in Alaska nicht auseinanderbrechen wird.

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