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Hannover Messe 2017/LKR Leichmetallkompetenzzentrum Ranshofen

Schwer entflammbare Magnesiumlegierungen

| Redakteur: Beate Christmann

Das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen präsentiert auf der Hannover Messe vom 24. bis 28 April 2017 in Halle 2, Stand A44 seine aktuellen Forschungsergebnisse. Mit im Gepäck hat es brandbeständige Magnesiumlegierungen, die sich prozesssicher verarbeiten lassen sollen. Zudem zeigen die Forscher neue Materialien für die Additive Fertigung.

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Brandbeständige Magnesiumlegierung für den Leichtbau: Dem LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen ist es laut eigener Aussage erstmals gelungen, eine Magnesiumlegierung zu entwickeln, die schwer entflammbar ist und im Brandfall von selbst erlischt.
Brandbeständige Magnesiumlegierung für den Leichtbau: Dem LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen ist es laut eigener Aussage erstmals gelungen, eine Magnesiumlegierung zu entwickeln, die schwer entflammbar ist und im Brandfall von selbst erlischt.
( Bild: LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen )

Das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen hat nach eigener Aussage schwer entflammbare Magnesiumlegierungen entwickelt, die im Brandfall von selbst erlöschen. Diese präsentieren die Wissenschaftler im Rahmen der Hannover Messe 2017 auf der Leitmesse für Forschung und Entwicklung, der Research & Technology. Vom 24. bis 28. April 2017 können sich Besucher in Halle 2, Stand A44 zudem informieren über neue kostengünstige und nachhaltige Materialien für die Additive Fertigung.

Einsatzmöglichkeiten im Mobilitätsbereich

Die Verbesserung der Brandbeständigkeit wollen die Forscher durch die gezielte Zugabe von Elementen, die das Oxidationsverhalten des Materials positiv beeinflussen, erreicht haben: „Wir forschen dabei vor allem in Richtung kalziumhaltige Legierungen, da Kalzium kostengünstig und allgemein gut verfügbar ist. Um weitere Materialeigenschaften positiv zu beeinflussen und die Legierung auf eine bestimmte Anwendung hin zu optimieren, können wir zusätzlich gezielt Elemente aus der Gruppe der seltenen Erden in die Legierungen einbringen“, erklärt Stefan Gneiger, Wissenschaftler am AIT Austrian Institute of Technology, dem das LKR angehört. Aufgrund seiner geringen Dichte und seiner hohen spezifischen Festigkeit eignet sich Magnesium besonders für den Einsatz im Mobilitätsbereich, wenn es um Gewichts- und Emissionsreduktion geht. Ein mögliches zukünftiges Einsatzgebiet sehen die Entwickler beispielsweise in Arm- und Rückenlehnen von Flugzeugsitzen.

Modifizierte Aluminium- und Magnesiummaterialien für die Additive Fertigung

Durch die zunehmende Industrialisierung von additiven Fertigungsmethoden wächst auch hier der Anspruch der Anwender an die Materialeigenschaften der zu verwendeten Werkstoffe. Deswegen entwickelt das LKR modifizierte Aluminium- und Magnesiummaterialen, die in Form von Pulvern oder Drähten als Zusatzwerkstoff für das Rapid Prototyping dienen sollen. Die Herausforderung besteht darin, die Legierungen so zu kreieren, dass sie den hohen Anforderungen der Prozesse und den erwarteten Eigenschaften der entstehenden Bauteile gerecht werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Kostensenkung legt das LKR außerdem großes Augenmerk auf Legierungen, die ohne teure chemische Elemente auskommen, damit zukünftig eine größere Vielfalt an leistbaren Materialien in der industriellen Anwendung verfügbar ist.

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