CE-Kennzeichen Seminar informiert Anlagenbetreiber über Richtlinien und Auflagen

Redakteur: Jürgen Schreier

Was bedeutet das CE-Kennzeichen genau? Und was sollten insbesondere Betriebs- und Werksleiter mittelständischer Unternehmen beim Thema CE beachten? Diese und weitere Fragen beantwortet das Seminar „CE für Betreiber von Maschinen und Anlagen“, veranstaltet von der Technischen Akademie Wuppertal (TAW).

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Dr. Stefan Mähler: „Vor allem Unternehmen, die eigene Maschinen und Anlagen betreiben, sind häufig unsicher, welche Regelungen für sie gelten.“
Dr. Stefan Mähler: „Vor allem Unternehmen, die eigene Maschinen und Anlagen betreiben, sind häufig unsicher, welche Regelungen für sie gelten.“
(Bild: TAW)

Eine CE-Kennzeichnung ist insbesondere für technische Produkte verpflichtend. Sie zeigt, dass das Produkt den gesetzlichen Anforderungen der EU entspricht. Denn erst wenn die verschiedenen Richtlinien erfüllt sind, darf es in der EU vertrieben werden. Für Maschinen und Anlagen muss dementsprechend die Maschinenrichtlinie erfüllt sein.

Besonderheit dabei: Die sogenannten Inverkehrbringer prüfen in eigener Verantwortung, welche EU-Richtlinien für ihr Produkt gelten. „Vor allem Unternehmen, die eigene Maschinen und Anlagen betreiben, sind häufig unsicher, welche Regelungen für sie gelten“, sagt Dr. Stefan Mähler, Produktmanager bei der TAW.

Schon die Instandhaltung einer Anlage kann neue CE-Kennzeichnungspflicht zur Folge haben

Das Seminar gibt vor allem Betreibern von Maschinen und Anlagen einen Überblick über die Anforderungen der CE-Kennzeichnung. Ziel ist, Verstößen gegen die komplexen CE-Richtlinien vorzubeugen. „Auch Betreiber von Maschinen können schnell in die Rolle von Herstellern geraten, zum Beispiel wenn sie ihre Anlage umbauen oder erweitern“, erklärt TAW-Referent Thomas Dörfel. „Mitunter haben schon die Instandhaltung einer Anlage oder Schlosserarbeiten an einer Maschine eine neue CE-Kennzeichnungspflicht zur Folge. „Wenn Unternehmen dann plötzlich die komplexen Richtlinien erfüllen müssen, stehen sie oft vor einem großen Fragezeichen“, so Dörfel. Fehler bei der CE-Kennzeichnung können für Betreiber gravierende Auswirkungen haben. „Bei unsicheren Maschinen oder fehlenden Unterlagen besteht die Gefahr, dass die Behörden Maschinen und Produktionsmittel sogar stilllegen“, warnt Dörfel.

Das Seminar findet am 20. März in Wuppertal statt. Am 21.Oktober wird es in Altdorf bei Nürnberg wiederholt.

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