Leibniz-Institut für Neue Materialien Sensor zeigt Schwefelwasserstoff in niedrigster Konzentration an

Redakteur: Carmen Kural

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien entwickelt zusammen mit mittelständischen Unternehmen einen Sensor, der Schwefelwasserstoff in niedrigsten Konzentrationen in Biogasanlagen über einen optischen Weg anzeigt.

Firma zum Thema

Für den Sensor wollen die Entwickler am INM eine Funktionsschicht aufbauen, die für den Nachweis von Schwefelwasserstoff (H2S) keinen Sauerstoff benötigt. Außerdem soll die Schicht ermöglichen, dass der Sensor jederzeit auf Mengen von wenigen Hundertstel Prozent Schwefelwasserstoff reagieren kann und innerhalb kürzester Zeit ausschließlich auf Schwefelwasserstoff anspricht.

Dazu fertigen die Forscher eine spezielle Funktionsschicht an, die beim Vorhandensein von Schwefelwasserstoff ihre Eigenschaften ändert. Sie wechselt zum Beispiel ihre Farbe, Farbdurchlässigkeit oder die Art der Lichtstreuung oder Reflexion.

Zwar gibt es am Markt derzeit verschiedene Anbieter für solche Sensoren. Diese sind jedoch aus unterschiedlichen Gründen für den Einsatz in Biogasanlagen nicht geeignet: Viele dieser Sensoren funktionieren über chemische Reaktionen, bei denen Sauerstoff benötigt wird, so das INM. Andere Sensoren arbeiteten über elektrochemische Methoden oder über Chemolumineszenz. Sie seien entweder zu kostspielig, zu langsam oder zeigten nicht nur Schwefelwasserstoff sondern auch andere Gase an, sodass die Menge von H2S nicht eindeutig ausgewiesen werden kann.

Während das INM bei der Entwicklung der besonderen Schicht Feder führt, erarbeiten die beteiligten Mittelstandsunternehmen die dazugehörige Elektronik sowie die Technik für den Aufbau des gesamten Sensorsystems.

(ID:42457920)