Suchen

Blechumformung

Servohydraulische Presse spart bis zu 70 % Energie

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Mit einer neuen servohydraulischen Presse will AP&T einen Meilenstein hinsichtlich Zykluszeiten, Präzision, Energieverbrauch und Wartungsbedarf setzen.

Firmen zum Thema

Servomotoren regeln die Hydraulik dieser neuen Presse von AP&T.
Servomotoren regeln die Hydraulik dieser neuen Presse von AP&T.
( Bild: AP&T )

Die Kombination aus hoher Leistung und geringen Betriebskosten ist den Konstrukteuren von AP&T durch eine Reihe von Innovationen gelungen, wie der schwedische Pressenhersteller mitteilt. Zunächst wurden die Regelventile der Hydraulikanlage durch Servomotoren ersetzt, die dafür sorgen, dass Geschwindigkeit, Position und Presskraft ausschließlich elektrisch geregelt werden. Durch diese Konstruktion ist es gelungen, die Zahl beweglicher Teile zu begrenzen, die Ölmenge und der Druck in der Hydraulikanlage auf maximal 250 bar zu senken und die Auswirkungen eventueller Schwankungen der Öltemperatur zu beseitigen. Auf dieser Grundlage hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen stabilen Prozess mit hoher Verfügbarkeit und Wiederholgenauigkeit entwickelt und den Wartungsbedarf gesenkt.

Servomotoren machen Hydraulikpresse energieeffizient

Durch die Konstruktion mit den Servomotoren konnte auch die Energienutzung je nach Einsatzbereich um 40 bis 70 % effizienter gestaltet werden. Einerseits treten keine Wärmeverluste mehr auf, die durch die Druckventile entstehen, und andererseits dienen einige Servomotoren bei der Abbremsung als Generatoren.

Bildergalerie

Auch der Ziehkissenzylinder der Presse wird von Servomotoren angetrieben, die als Generatoren genutzt werden. Über ein kinetisches Speichersystem und einen zentralen Gleichstromwandler wird die Bremsenergie der Motoren verteilt, die der Beschleunigung und Umformung dienen. Da die Energie in der Presse gespeichert wird, kann man bei Spitzenbelastungen auf Strom aus dem Netz verzichten, so dass die Anschlussgebühr geringer ausfällt. Gespeicherte Überschussenergie kann ebenfalls zurück ins Netz geleitet werden.

Closed-Loop-System überwacht Umformprozess

Der gesamte Prozessverlauf wird von einem sogenannten Closed-Loop-System überwacht, der die Bewegungen des Stößels ständig kontrolliert, eventuelle Abweichungen korrigiert und Geschwindigkeit sowie Position sicherstellt. Nicht zuletzt regelt das System die Parallelität des Stößels im Verhältnis zum Pressentisch aktiv – diese Funktion trägt sowohl zur Umformungspräzision als auch zu weniger Werkzeugverschleiß bei.

Die Beschleunigungs- und Abbremsgeschwindigkeit ist zwei- bis dreimal so hoch wie bei einer herkömmlichen Hydraulikpresse, wie der Herstller berichtet. Zur Erhöhung der Produktionskapazität kann die Presse mit anderen Einheiten mit Servosteuerung für Zufuhr und Ausgabe synchronisiert werden.

Dank des geringen Energieverbrauchs, der kompakten Struktur, der hohen Produktionskapazität und der Wiederholgenauigkeit in Verbindung mit niedrigen Wartungskosten sieht AP&T die servohydraulische Presse auch in anderen Bereichen als eine wettbewerbsfähige Alternative, in denen bisher meistens mechanische Pressen zum Einsatz kamen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45503704)

Schuler; Millutensil; Parker Hannifin; Synchropress; ; AP&T; VAL; KLAUS LORENZ; Boschert; Liebherr-Hydraulikbagger; Schoen + Sandt; Haulick+Roos; Siemens, 2019; picsfive - Fotolia; Kasto; Fagor Arrasate; Bomar; VCG; Trafö; ©Marc/peshkova - stock.adobe.com / Cadera Design; Dinse; Ecoclean; Lima Ventures; Hommel+Keller; Southco; Autoform/Rath; Opdi-Tex; GOM; BMW; Ugitech, Schmolz + Bickenbach; Thyssenkrupp; Karberg & Hennemann; Ceramoptec; schoesslers; GFE; Untch/VCC; ©Andrey Armyagov - stock.adobe.com; Fraunhofer IWM; Automoteam; Kuhn; Vogel/Finus; Eckardt Systems