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Condition Monitoring Share Economy im Web macht auch die Instandhalter klüger

| Redakteur: Robert Weber

Wissen ist Macht. Das wusste schon Francis Bacon. Es zu teilen, fällt vielen Unternehmen aber noch schwer. Doch Wissensnetzwerke könnten die Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen noch effizienter gestalten. Ein Hersteller von Wälzlagern will Wissen teilen und hat eine Internetplattform freigeschaltet.

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SKF will im Internet die Instandhalter fit machen und bietet eine Austauschplattform an, auf der Praktiker Tipps und Tricks verraten und dafür Bonuspunkte kassieren.
SKF will im Internet die Instandhalter fit machen und bietet eine Austauschplattform an, auf der Praktiker Tipps und Tricks verraten und dafür Bonuspunkte kassieren.
(Bild: SKF)

Share Economy war das Leitthema der diesjährigen Computermesse Cebit in Hannover. Die Unternehmen sollen mehr teilen. Viele Maschinen- und Anlagenbauer tun sich damit noch schwer. Den IT-Experten schweben Cloud-Lösungen und Software vor – schöne neue Hightechwelt.

Mit geteiltem Fachwissen die Potenziale von Condition Monitoring ausschöpfen

Bodenständiger, aber nicht weniger interessant sind die Ansätze der Instandhalter zu dem Thema. In dem Bereich Wartung und Instandhaltung sind Wissenschaftler und Unternehmen auf dem richtigen Weg – sie teilen ihr Fachwissen miteinander.

Denn fest steht: Der Einsatz von Condition-Monitoring-Systemen setzt sich im industriellen Umfeld immer stärker durch, jedoch können die in der Technik schlummernden Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft werden, meinen Fraunhofer-Wissenschaftler aus Dortmund. Frühzeitige Hinweise auf die Restlebensdauer von überwachten Bauteilen können noch nicht abgeleitet werden und die Schadensdetektion erstreckt sich in vielen Fällen nur auf eine Schwellwertüberschreitung, die einen Schaden in einem Zeitraum zwischen Monaten und wenigen Stunden ankündigt, sind Forscher überzeugt.

SKF ermöglicht Austausch von Condition-Monitoring-Erfahrungen

Die Lösung: Comis (Condition Monitoring in industriellen Servicenetzwerken). Die Idee hat das Ziel, bestehende Condition-Monitoring-Verfahren im Unternehmensverbund einzusetzen und die erfassten Zustandsdaten unternehmensübergreifend zur Früherkennung von Fehlern, Erfassung der Anlagenzustände, zur Restlebensdauerbestimmung und der Optimierung der Anlagen sowohl beim Betreiber als auch beim Hersteller einzusetzen.

Die Forscher leisten Pionierarbeit, doch in Schweinfurt bei SKF haben sich die Instandhalter etwas ähnliches einfallen lassen. Mit dem „SKF Maintenance Network“ hat das Unternehmen eine Internetplattform geschaffen, auf der sich Experten für Wartung und Instandhaltung gegenseitig helfen können: Ziel der Website ist es, durch den globalen Austausch praxiserprobter Tipps und Tricks auch spezielle Probleme schnell und erfolgreich zu beheben. Unter www.mapro.skf.com/maintenancenetwork stehen Diskussionsforen bereit, in denen die Teilnehmer spezielle Themen und Probleme besprechen und dadurch von der Erfahrung und den Lösungsansätzen anderer Wartungsexperten profitieren können.

Damit sich die Mühe für die Lösungsanbieter auch lohnt, honoriert SKF die besten Hilfestellungen mit Bonuspunkten, die der User im Webstore der Plattform gegen verschiedenste Preise einlösen kann. Um den Austausch in Gang zu setzen, wird SKF die Plattform nun regelmäßig mit Themen füttern, zu denen Wartungsexperten ihre aktuellen Probleme mitteilen und oder andere Teilnehmer unterstützen können. Zum Abschluss einer solchen Diskussionsrunde werden die Anbieter der Toplösungen bekanntgegeben.

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