Esta Sicher durch die kalte Jahreszeit: Luftreiniger senken Virenlast

Autor / Redakteur: Jenny Göser / M.A. Frauke Finus

Im Werkstattbereich der Lebenshilfe Donau-Iller in Neu-Ulm steht seit diesem Herbst ein Luftreiniger. Das mobile Filtergerät soll die Virenkonzentration im Arbeitsumfeld der Beschäftigten deutlich reduzieren und für eine permanente Luftfiltration sorgen.

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Die Vir Box von Esta sorgt für reine Luft in der Werkstatt der Lebenshilfe Donau-Iller.
Die Vir Box von Esta sorgt für reine Luft in der Werkstatt der Lebenshilfe Donau-Iller.
(Bild: Esta)

Plötzlich war er da: „Anfangs wunderten sich unsere Beschäftigten über den neuen mausgrauen Zeitgenossen aus Blech, der sie während der kalten Winterzeit nun mit gefilterter Luft versorgt“, schmunzelte Robert Klaus Hennig, Leiter der Donau-Iller-Werkstätten gemeinnützige GmbH in Neu-Ulm. Gemeint ist damit das neue mobile Filtergerät, das Viren und Bakterien im Werkstattraum bekämpft.

Die im bayerischen Neu-Ulm ansässige soziale Einrichtung bietet Menschen mit Behinderungen vielfältige Arbeitsplätze und berufliche Bildung an. „Das Angebotsspektrum unserer Werkstätten für Auftraggeber ist groß und reicht von einfachen Montagearbeiten hin zur komplexen CNC-gesteuerten Metall- und Kunststoffbearbeitung. Entsprechend vielfältig sind die Arbeitsplätze, die für Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen.“, erklärte Hennig. Darüber hinaus bietet die Lebenshilfe betreutes Wohnen in individuellen Formen sowie eine Vielzahl an Förder- und Freizeitaktivitäten für Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung aller Altersstufen an. Hinzu kommen Inklusionsprojekte in Cafés, Lebensmittelmärkten und Gärtnereien, wo die Lebenshilfe ebenso Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Für Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmärkt gibt es auch das Inklusionsunternehmen ADIS gGmbH (Arbeit und Dienstleistung – Inklusiv und Sozial).

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Alternative zum Dauerlüften im Winter

Dieses Jahr feierte die Einrichtung ihr 60-jähriges Jubiläum. „Zeit zum Feiern blieb uns bisher wenig. Die Corona-Pandemie hat uns, wie die meisten, kalt erwischt. Nach dem bundesweiten Lockdown haben wir unsere Beschäftigten, darunter auch einige Hochrisikoklienten, erst langsam und sukzessive wieder in den Werkstattbetrieb eingegliedert. Seit September sind 95 % der Beschäftigten wieder im Einsatz“, erinnerte sich Hennig. Die Arbeitsbereiche und -abläufe sind um eine Vielzahl an Hygiene- und Schutzmaßnahmen, wie unter anderem Plexiglasscheiben als seitliche Trennung der Gruppenarbeitsplätze und Markierungen, um die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 m sicherzustellen, erweitert worden. Regelmäßiges Durchlüften der Räume stellt zudem eine wichtige Schutzmaßnahme für die Lebenshilfe dar. „Mit den ersten kühleren Tagen im Herbst wurde uns schnell bewusst, dass häufiges Lüften bei Minusgraden, Starkwind und Regen zum Problem werden könnte, wenn unsere Beschäftigte nicht frieren und die Energiekosten nicht explodieren sollen“, gab Hennig zu bedenken. Eine zusätzliche Alternative musste also her.

Der Absaugtechnik-Spezialist Esta Apparatebau GmbH & Co. KG aus dem benachbarten Senden vergibt seit vielen Jahren Auftragsarbeiten an die Lebenshilfe und erfuhr so vom Bedarf der Einrichtung. Das Familienunternehmen reagierte schnell und stellte einen Luftreiniger der Serie Vir Box für den 35 m2 großen Werkstatt-Gruppenraum zur Verfügung. „Die Esta-Filterbox kam wie gerufen. Unsere Beschäftigte fanden schnell Gefallen an der zusätzlichen Sicherheitseinrichtung, die so leise ist, dass wir sie bis auf den sanften Luftzug gar nicht wahrnehmen“, lobte Hennig.

Raumluftreiniger sorgt für effektiven Luftaustausch

Mit der Vir Box stellt Esta einen neuen Luftreiniger vor, der mit einem Hochleistungsschwebstofffilter (HEPA 14-Filter) ausgestattet ist und die in Aerosolen gebundenen Viren sowie Bakterien zu 99,995 % aus der angesaugten Raumluft filtert und für eine konstante Luftbewegung in Innenbereichen sorgt. Die gereinigte Luft wird über bodennahe Auslassgitter wieder in den Raum zurückgeführt, wodurch Beschäftigte aber auch Besucher konstant mit reiner Atemluft versorgt werden.

Insbesondere in Innenbereichen ist die Gefahr einer Infektion mit dem Corona Virus wesentlich höher als an der frischen Luft. Inzwischen ist gemeinhin bekannt, dass das Virus in Form von winzig kleinen Tröpfchen, sogenannten Aerosolen, längere Zeit in der Luft schweben kann. Diese virenbehafteten Aerosole gelangen beispielsweise beim Atmen und Sprechen in die Luft. Je nach Verteilung der Partikel im Raum ist das Einhalten des Mindestabstandes zur Infektionsprävention laut dem RKI gegebenenfalls nicht mehr ausreichend.

Die Vir Box bietet einen Luftvolumenstrom bis 1800 m3/h und eignet sich bei einer empfohlenen Luftwechselrate von 4 bis 6 Mal pro Stunde für entsprechende Raumgrößen, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der möglichen Aerosolkonzentration. Das fahrbare Gerät wird an einer normalen 230 V Steckdose angeschlossen, hat einen Platzbedarf von unter einem Quadratmeter und passt durch jede herkömmliche Zimmertüre. Durch den Einbau eines hocheffizienten EC-Ventilators werden ein niedriger Geräuschpegel sowie ein vergleichsweise minimaler Stromverbrauch erzielt. Auf Wunsch kann die Vir Box zusätzlich mit UV-C Lampen ausgestattet werden, wodurch abgeschiedene Viren und Bakterien auch in der geschlossenen Filterkassette wirkungslos sind. Das Filtergerät kann passend zum jeweiligen Einsatzzweck mit Whiteboards oder individuell bedruckten Werbetafeln ausgestattet und individuell gestaltet werden. Auch die Anbringung eines Desinfektionsmittelspenders ist möglich.

Die kalte Jahreszeit sicher überbrücken

Für Robert Hennig hat sich die Vir Box im Praxistest bewährt: „Durch das permanente Filtern der Luft haben wir das Sicherheitsgefühl bei unseren Beschäftigten erhöht. Das wiederum trägt zu einem größeren Wohlbefinden am Arbeitsplatz in Zeiten der Pandemie bei, was uns ein großes Anliegen ist.“ Esta-Geschäftsführer Philipp Raunitschke, der die Lebenshilfe im Herbst besuchte, um sich persönlich nach den Erfahrungen der 13 Werkstattbeschäftigten zu erkundigen, pflichtete Hennig bei und ergänzte: „Gerade jetzt, wenn die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen, sollte zusätzlich zu den generellen Schutzmaßnahmen die Luft in stark frequentierten Innenbereichen gefiltert und kontinuierlich gereinigt werden, um die Virenlast und letztlich das Infektionsrisiko zu senken.“ Bei der Lebenshilfe gibt es bereits Überlegungen, weitere Geräte für die anderen Arbeitsbereiche und Gemeinschaftsräume, wie die Kantine anzuschaffen. Raunitschke hatte dafür auch schon eine Idee in petto: „Wir bieten die Vir Boxen auch zur Miete an. Dadurch bleiben Kunden, wie die Lebenshilfe, flexibel und können die kalten Wintermonate überbrücken. Im Frühjahr, wenn Fenster und Türen wieder weit offenstehen, können sie die Geräte einfach wieder an uns zurückgeben.“

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