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Thermosensoren auf der K 2019

Sichere Temperaturmessung unter Extrembedingungen

| Autor/ Redakteur: Julius Moselweiß / Peter Königsreuther

Hotset hat eine neuartige Anschlusshülse aus Hybridwerkstoff entwickelt, die sehr hitzebeständig ist und zugleich eine relativ hohe Zugfestigkeit ins Spiel bringt. Damit erhöht sich die Lebensdauer und Betriebssicherheit von Temperaturfühlern, heißt es. Halle 1 am Stand A20.

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Die neue, aus einem Hybridwerkstoff bestehende Anschlusshülse HPS 400 für die Thermosensoren der hotcontrol-Serie von hotset hält auch 400 °C stand und zeichnet sich außerdem durch eine hohe Zugfestigkeit von über 120 N aus. Hotset stellt auf der K 2019 in Düsseldorf in Halle 1 am Stand A20 aus.
Die neue, aus einem Hybridwerkstoff bestehende Anschlusshülse HPS 400 für die Thermosensoren der hotcontrol-Serie von hotset hält auch 400 °C stand und zeichnet sich außerdem durch eine hohe Zugfestigkeit von über 120 N aus. Hotset stellt auf der K 2019 in Düsseldorf in Halle 1 am Stand A20 aus.
( Bild: hotset )

Ob in Prozesstechnik, Spritzguss oder Elektronik, ob in Heißkanalsystemen oder in den Analysegeräten der Medizintechnik – das Erfassen, Messen und Überwachen von Temperaturen gehört in fast allen technischen Bereichen zu den wichtigsten Disziplinen. In seiner Produktserie hotcontrol bietet der Thermodynamikspezialist hotset dafür eine große Auswahl hochwertiger Thermoelemente und Widerstandsthermometer. Der intensiven Entwicklungsarbeit am Hauptsitz Lüdenscheid und im Fertigungswerk Malta ist es geschuldet, dass dieses Portfolio regelmäßig erweitert und damit der innovative Spielraum der Anwender vergrößert werden kann.

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Robuste Übergangshülse für viele Einsatzbereiche

Jüngstes Kind der hotset-Entwickler ist die neue Anschluss- beziehungsweise Übergangshülse HPS 400 für die Thermosensoren der hotcontrol-Serie. Die Komponente ist ab sofort verfügbar und kann mit zwei entscheidenden Eigenschaften auftrumpfen: Wie die bisher – und weiterhin – lieferbaren Überhangshülsen aus Edelstahl verfügt die HPS 400 über eine sehr hohe Temperaturstabilität von 400 °C und zeichnet sich außerdem durch eine hohe Zugfestigkeit von über 120 N aus. Für viele mess- und prüftechnische Applikationen – zum Beispiel in Hochspannungs- oder E-Mobility-Anwendungen – bietet das eine Reihe von Vorteilen. Aber auch in der Kunststofftechnik, beispielsweise bei Heißkanälen oder beim Spritzgießen, lohnt sich der Einsatz. Das Produkt punktet unter anderem durch die vergleichsweise hohe Standzeit der Sensoren, mehr konstruktive Freiheiten beim Einbau, eine höhere Betriebssicherheit, eine Installation ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen.

Das sollte eine optimale Übergangshülse für Thermosensoren können

Die Übergangshülse von Thermoelementen und Widerstandsthermometern erfüllt etliche wichtige Aufgaben, die nicht zu unterschätzen sind. „Die Anschlusshülse hat Gehäusefunktion und sitzt an einer neuralgischen Stelle der Sensoren. Sie ist verantwortlich für den umfassenden Schutz der fragilen Verbindung zwischen der feinen Messspitze und den hauchdünnen Ausgleichsleitungen. Das bedeutet konkret, die Hülse muss gegen Feuchtigkeit abdichten, eine Zugentlastung sicherstellen und vor allem gegen hohe Temperaturen beständig sein“, erläutert Adrian Strojny, Produktmanager bei hotset. Dazu muss man wissen, dass an der Messspitze eines Thermosensors Temperaturen von bis zu 1100 °C anliegen können und die Ausgleichsleitungen für bis zu 400 °C (im Sonderfall auch bis 600° C) ausgelegt sind. Als Bindeglied muss die Übergangs- beziehungsweise Anschlusshülse unter diesen Bedingungen auch mithalten können.

Herstellung im produktiven Spritzgießverfahren

Der Weg zur neuen HPS 400 führte die Entwickler von hotset über mehrere Versuchsstadien mit verschiedenen Werkstoffen. Zu den üblichen Standardanforderungen (Feuchtigkeitsdichte, elektrische Isolierung) kam als dritte Zielsetzung hinzu, dass sie sich spritzgießen lassen sollte. „Unsere ersten Ansätze mit verschiedenen technischen Kunststoffen genügten unseren hohen Ansprüchen nicht. Als wir aber begannen, mit Verbundmaterialien zu arbeiten, kristallisierte sich eine Lösung heraus“, berichtet Strojny.

Die Entscheidung fiel schließlich auf einen neuartigen Hybridwerkstoff, der alle Anforderungen erfüllt und in ersten Vorserien inzwischen seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt hat. „Dieser Werkstoff ist ideal. Seine Temperaturbeständigkeit liegt sogar über den von uns geforderten 400 °C und gibt uns die Möglichkeit, die neue HPS 400 im Spritzgussverfahren zu produzieren – wesentlich schneller und günstiger als die Pendants aus Edelstahl“, sagt Strojny.

Wasser- und staubdicht nach IP 67

Die Anschlusshülse HPS 400 ergänzt die hotcontrol-Produktlinie jetzt besonders gut und erschließt den Anwendern der hotset-Thermoelemente und -Widerstandsthermometer neue Einsatzgebiete in höheren Temperaturbereichen. Aufgrund der bereits erwähnten hohen Zugfestigkeit erweist sie sich auch gegen mechanische Belastungen als äußerst widerstandsfähig. Nicht vergessen sollte man zudem, dass die neue Anschlusshülse auch wasser- und staubdicht nach IP 67 ist (abhängig von der eingesetzten Leitung). Aktuell angeboten wird sie für Mantelthermoelemente und Mantelwiderstandsthermometer mit Durchmessern von 1 und 1,5 mm. Weitere Ausführungen sind bereits in Vorbereitung.

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