Ultraschallschneiden Sicherheitseinrichtung nimmt Hartmetallmesser auf

Redakteur: Reinhold Schäfer

Die EM-Systeme GmbH, Spezialist für Ultraschallschneiden, hat auf der Metav 2012 eine neuartige Schutzeinrichtung für die Booster-Sonotrode vorgestellt. Diese nimmt das Hartmetallmesser auf und soll so Verletzungen durch die Hartmetallschneide verhindern.

Die Sicherheitseinrichtung (hellbraun) für die Booster-Sonotrode soll Verletzungen an der Hartmetallschneide verhindern. (Bild: EM-Systeme)
Die Sicherheitseinrichtung (hellbraun) für die Booster-Sonotrode soll Verletzungen an der Hartmetallschneide verhindern. (Bild: EM-Systeme)

„Die Schneidwirkung der Klinge wird durch die Ultraschallanregung unterstützt“, umreißt Jürgen Keppel, Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Oberhausen, die Funktuonweise des Ultraschallschneidens. Die Schwingungen reduzieren die Reibung und unterstützen den Trennprozess, wodurch die Klinge mit deutlich geringerer Schnittkraft durch das Schneidgut gleitet.

Schwingungsanregung in Resonanz macht Ultraschallscheidsystem sehr effizient

„Das Klingenmaterial besteht heute fast ausschließlich aus Hartmetall, das aus speziellem Rohmaterial gefertigt wird“, so Keppel weiter. „Durch die Wahl des Materials und durch einen sehr präzisen Anschliff erhöhen wir die Standzeit im Vergleich zu herkömmlichen Klingen deutlich.“ Die Arbeitsfrequenz, die üblicherweise bei 20, 30 oder 40 kHz liegt, wird in Form einer Hochspannung in einem Generator erzeugt. Mittels Piezokeramiken wird diese in mechanische Schwingungen umgesetzt.

„Aufgrund der Tatsache, dass die Schwingungsanregung in Resonanz erfolgt, arbeitet das System sehr effizient“, erläutert Keppel und eignet sich zum Schneiden zahlreicher Materialien wie Glas- oder Kohlefaser als Vlies, Gewebe, Gelege oder Prepregs. Aber auch Gummi, Aramid, Bitumenglasvlies, Pappe, geschäumte Materialien oder Folien lassen sich damit schneiden.

Schutzeinrichtung deckt im Stillstand der Anlage automatisch das scharfe Messer ab

Die neue Schutzeinrichtung fährt im Ruhezustand aus und deckt die scharfe Klinge ab. „Bisher haben wir die Klinge zwar immer mit einer Abdeckkappe ausgeliefert, die es verhindert, dass man sich beim Transport an der Klinge verletzen kann. Weil diese aber während des Betriebs abgenommen wird und im Ruhezustand oft nicht wieder aufgesteckt wird, besteht die Gefahr, dass sich jemand an der Schneide verletzt“, so Keppel. „Deshalb haben wir eine Schutzeinrichtung entwickelt, die automatisch im Stillstand der Anlage das scharfe Messer abdeckt.“

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