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Rohrbiegen Siegener Studenten besuchen TRACTO-TECHNIK

| Redakteur: Stéphane Itasse

Mit 25 Studierenden war der Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel zu Gast bei TRACTO-TECHNIK in Lennestadt-Oedingen. Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Angewandte Umformverfahren“ bekamen die Studierenden auch während einer Werksbesichtigung in der Mittagspause die Gelegenheit, Rohrbiegetechnik live zu sehen, wie das Unternehmen mitteilt.

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Für die 25 Studierenden der Uni Siegen war der Besuch bei TRACTO-TECHNIK ein Ausflug in die Praxis.
Für die 25 Studierenden der Uni Siegen war der Besuch bei TRACTO-TECHNIK ein Ausflug in die Praxis.
(Bild: TRACTO-TECHNIK)

Zunächst habe sich in den Vorlesungsblöcken alles um die Grundlagen und Verfahren zum Rohr- und Profilbiegen gedreht. Hier lernten die Studierenden unter anderem, wozu eine Rohrisometrie dient, welche Spannungen und Dehnungen beim Rohrbiegen auftreten oder warum das Rohr nach dem Biegen immer um ein paar Grad zurückfedert. Darüber hinaus seien die Biegeverfahren wie Rotationszugbiegen, Freiformbiegen und Walzprofilieren erläutert und schließlich auch ein Überblick über die Maschinen- und Werkzeugtechnik zum Rohrbiegen gegeben worden.

Integration von Software, Biegemaschine und Messtechnik beim Rohrbiegen vorgeführt

Wie und mit welchen Hilfsmitteln auf Basis der Handskizze eines Rohrverlaufs in wenigen Minuten eine fertig gebogene Rohrfigur entsteht, bekamen laut Mitteilung die Studierenden dann in der Mittagspause vor Augen geführt. Dr.-Ing. Christian Gerlach, Geschäftsbereichsleiter bei TT in Oedingen, erläuterte zum Stichwort „Vernetzte Fertigung“ das Zusammenspiel des Systems „Software - Biegemaschine - Messtechnik“. In einem ersten Schritt seien mit Hilfe der PIPEFAB-Rohrbiegesoftware die Rohrisometrie gezeichnet und bemaßt, die Biegedaten berechnet, eine Biegesimulation mit Kollisionskontrolle durchgeführt und die Biegedaten über das Firmennetzwerk zur CNC Rohrbiegemaschine übertragen worden.

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Das passend abgesägte Rohr (auch die genaue Sägelänge wird von der Rohrbiegesoftware berechnet) musste dann laut Mitteilung nur noch in die TUBOTRON Rohrbiegemaschine eingelegt und der Startknopf betätigt werden. Einige Sekunden später sei die Rohrfigur fertig gebogengewesen. Um das Biegeergebnis zu überprüfen, sei das Bauteil schließlich mit Hilfe eines optischen Rohrmesssystems vom Typ TUBOSCAN vermessen und die Messdaten mit den Daten des Masterrohres verglichen worden. Auch die Masterdaten seien zuvor aus der Rohrbiegesoftware generiert und via Netzwerk vom Software-Arbeitsplatz zum Messsystem geschickt worden.

In dieser Vorführung hätten die Studierenden die Integration von Software, Biegetechnik und Messtechnik im Sinne der vernetzten Fertigung erlebt, wie sie von zahlreichen Kunden der TRACTO-TECHNIK eingesetzt werde. Diese wird aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und notwendiger Effizienzsteigerungen in Zukunft noch stark an Bedeutung gewinnen, wie das Unternehmen erwartet.

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