Cavex Siemens verkauft Geschäft mit Schneckengetrieben und Schneckenradsätzen

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Siemens Geared Motors GmbH (Tübingen), eine Tochter der Siemens AG, hat Patente und Geschäftsverbindungen ihrer Cavex-Schneckengetriebe und -Schneckenradsätze an Geschäftspartner verkauft. Käufer ist die neu gegründete Cavex GmbH & Co. KG mit Sitz in Bodelshausen, wie Siemens am Freitag mitteilt.

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Schneckengetriebe für den Maschinen- und Anlagenbau hat Siemens nicht mehr im Angebot. (Bild: Siemens)
Schneckengetriebe für den Maschinen- und Anlagenbau hat Siemens nicht mehr im Angebot. (Bild: Siemens)

Eine Übertragung von Mitarbeitern findet nicht statt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, heißt es. Die Cavex GmbH & Co. KG mit Sitz in Bodelshausen wurde von langjährigen Geschäftspartnern der Siemens Geared Motors GmbH gegründet und übernimmt die relevanten Patente und Geschäftsverbindungen des Cavex-Geschäfts.

Cavex sieht gute Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelstand

Cavex-Getriebe bieten mit ihrer Verzahnungsgeometrie hohe Übersetzungen auf engem Raum und damit hohe Drehmomente und Wirkungsgrade. Dr. Peter Leoni, Geschäftsführer der Cavex GmbH & Co. KG, erläutert: „Wir sehen für Cavex im Umfeld mittelständischer Strukturen hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. Wir werden den überwiegend mittelständisch geprägten Kunden des Maschinen- und Anlagenbaues mit unseren Verzahnungs- und Antriebstechnikspezialisten das Cavex-Programm weiterhin zur Verfügung stellen.“

Siemens behält Schneckengetriebe für Fahrtreppen und Aufzüge

Jens Klein, Geschäftsführer der Siemens Geared Motors GmbH: „Wir sind sehr zufrieden, diesen Portfolio-Schritt mit unseren langjährigen Geschäftspartnern in der neuen Cavex GmbH & Co. KG realisieren zu können. So sichern wir auch für unsere Bestandskunden einen guten Übergang.“

Die reine Schneckengetriebe-Technik habe zwar durchaus Zukunft, spiele jedoch im integrierten Antriebsstrang-Konzept der Drive Technologies laut Siemens keine zentrale Rolle mehr. Komplette Schneckengetriebesysteme im Umfeld von Fahrtreppen- und Aufzugsapplikationen seien von der Veräußerung nicht betroffen und würden bei Siemens verbleiben.

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