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Rohstoffversorgung Sinkende Preise sind kein Zeichen für Entwarnung auf den Rohstoffmärkten

| Redakteur: Jürgen Schreier

Nach einer regelrechten Preisrallye haben die Finanzkreise und schlechtere Konjunkturerwartungen zu sinkenden Preisen bei Rohstoffen und Energie geführt. Doch der Schein trügt: Die aktuelle Preisbewegung sei kein Grund, sich beruhigt zurückzulehnen, so die Rohstoffexperten von Inverto.

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Auch wenn die Rohstoffpreise derzeit spürbar nachgeben, bleibt Stahl langfristig ein kostbares Metall. Bild: Stahl Steinweden
Auch wenn die Rohstoffpreise derzeit spürbar nachgeben, bleibt Stahl langfristig ein kostbares Metall. Bild: Stahl Steinweden
( Archiv: Vogel Business Media )

Dauerhaft sind nur die Unternehmen überlegen, die sich für die nächste Preissteigerung rüsten. Unternehmen verschenken Sparpotenzial und Gewinne, wenn sie nicht vorbereitet sind, um von gesunkenen Preisen langfristig zu profitieren. Die Rohstoffexperten von Inverto fordern in ihrer aktuellen Markteinschätzung, jetzt die Abhängigkeit von Preisschwankungen durch aktives Management der Rohstoffkosten zu mindern und Erträge zu sichern. Entscheidend sind der optimale Zeitpunkt der Einkaufsentscheidung sowie die Vertragslaufzeit bei der Beschaffung. Dies erkennen Unternehmen aber nur durch systematische Beobachtung der Rohstoffmärkte.

Die Langfrist-Hausse bei Rohstoffen ist noch nicht zu Ende

Die Rohstoffexperten der Einkaufsberatung Inverto verweisen darauf, dass die langfristige Rohstoff Hausse ihr Ende noch nicht erreicht habe und die Unternehmen noch einige Jahre beschäftigen werde. Die Experten erwarten aktuell aufgrund ihrer Markt- und Projektexpertise bei den Durchschnittspreisen 2009 im Vergleich zum Jahr 2008 teils eine erheblich Veränderungsspanne je Rohstoff: Zum Beispiel bei Stahl von minus 15 bis plus 5% unter anderem durch weiter fallende Stahlschrott- und Eisenerzpreise und bei Kunststoffgranulaten von minus 11 bis plus 5%.

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Nun gilt es für die Unternehmen, sich diese niedrigen Preise längerfristig zu sichern. Die Inverto Excellence Center für Rohstoffe verfügen über umfangreiches Markt- und Branchen-Know-how zum Rohstoffmanagement.

„Tatsache ist, dass der Preis von Industrierohstoffen das Unternehmensergebnis unmittelbar beeinflusst“, so Inverto-Vorstand Markus Bergauer. Nach Erfahrung der Einkaufsberater sind Unternehmen oft aber nur ungenügend auf stark schwankende Beschaffungskosten vorbereitet. „Rohstoffeinkauf ist wie Wellenreiten“, vergleicht Inverto-Vorstand Frank Wierlemann. Es zähle das perfekte Timing, um den Einkaufszeitpunkt und die Dauer eines Vertrags festzulegen. „Jetzt ist der richtige Moment, um ein schlagkräftiges Rohstoffmanagement aufzubauen.“ Die Unternehmen sollten sich in eine gute Verhandlungsposition für das nächste Jahr bringen.

Hedging oder Global Sourcing sind keine Königswege

Ausdrücklich rät Inverto davon ab, jetzt isoliert auf eine einzige Lösung zu setzen wie etwa Hedging oder Global Sourcing, denn die Stellhebel für strategisches Management von Rohstoffkosten unterscheiden sich nach Branche und Unternehmen: „Die Verpackungsmittelindustrie etwa mit einem hohen Rohstoffkostenanteil von häufig mehr als einem Drittel an den Gesamtkosten kennt die Kerninformationen ihrer Rohstoffmärkte genau“, so Sebastian Mayer, Leiter des Inverto Excellence Centers Industrierohstoffe.

Oft setzen Unternehmen die Maßnahmen aber anschließend nicht konsequent um, die ihnen Handlungsspielraum verschaffen. Ein Automobilzulieferer, dessen Rohstoffkostenanteil am Einkaufsvolumen knapp 50% betrug, konnte durch die Optimierung mehrerer Stellhebel allein bei den Rohstoffkosten rund 7% einsparen.

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