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Metallindustrie Situation in Bayerns Metall- und Elektroindustrie ist alarmierend

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Lage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist angespannt; die Perspektiven für die nächsten Monate sind bescheiden. Zu diesem Resultat kommt die Halbjahres-Umfrage der Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM. Laut BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „verliert der Abschwung an Fahrt, ist aber noch nicht vorbei“.

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BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Zwei Drittel der Unternehmen haben eine so schlechte Ertragslage, dass sie ihre Reserven angreifen müssen.“ Bild: VBM
BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Zwei Drittel der Unternehmen haben eine so schlechte Ertragslage, dass sie ihre Reserven angreifen müssen.“ Bild: VBM
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Mitgliedsbetriebe beider Metallarbeitgeberverbände bewerteten laut Brossardt die Geschäftslage im ersten Halbjahr 2009 so negativ wie noch nie seit Beginn der Umfrage. Die aktuelle Geschäftslage werde von 83% als „schlecht“ eingeschätzt. Beim Blick in die Zukunft erwartet jeder vierte Betrieb eine Besserung. Zwei Drittel der bayerischen Metall und Elektrounternehmen gehen aber davon aus, dass alles so schlecht bleibt wie bisher. Besonders alarmierend: 11% erwarten sogar eine weitere Verschlechterung.

Angespannte Ertragssituation

Die Produktions- und Investitionspläne der Betriebe fallen zwar weniger pessimistisch als bei der letzten Umfrage aus, liegen aber weiterhin im negativen Bereich. Und: Sie zeigen einen weiteren Rückgang an. Kritisch ist laut Umfrage die Entwicklung der Ertragssituation in der Branche. Fast 40% der Betriebe in der bayerischen Metall und Elektroindustrie rechnen damit, im laufenden Jahr Verluste zu machen, weitere 17% schreiben eine schwarze Null und 9% werden mit einer Rendite unter 2% abschneiden. Brossardt: „Zwei Drittel der Unternehmen haben eine so schlechte Ertragslage, dass sie ihre Reserven angreifen müssen.“

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40000 Stellen stehen zur Disposition

Knapp 58% befragten Firmen befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Zwei Drittel der Metall- und Elektrounternehmen können wohl ohne Kündigungen auskommen, für ein Drittel sind Kündigungen unvermeidlich. „Trotz aller Bemühungen der Firmen, die Belegschaft zu halten, ist ein weiterer Beschäftigungsabbau wohl nicht zu verhindern. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Rückgang der Beschäftigung um 40000“, so Brossardt.

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