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Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ So machen Sie Ihre Pressenlinie effizient

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Presswerke sind eine Millioneninvestition. Entsprechend viel Output soll erbracht werden. Mit Blick auf die geforderte Qualität, Flexibilität sowie sinkende Losgrößen und Verfügbarkeiten gilt es, die Produktion für den steigenden Kostendruck fit zu machen. Die Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ am 30. September 2020 in Sindelfingen zeigt, welche Potenziale in der Produktion ausgeschöpft werden können.

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Laufen müssen sie! Presswerke sind eine Millioneninvestition, entsprechend viel Output erwartet man von ihnen. Wie lassen sich Kosten senken und die Effizienz erhöhen? Das beantwortet die Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ am 30. September 2020 in Sindelfingen.
Laufen müssen sie! Presswerke sind eine Millioneninvestition, entsprechend viel Output erwartet man von ihnen. Wie lassen sich Kosten senken und die Effizienz erhöhen? Das beantwortet die Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ am 30. September 2020 in Sindelfingen.
(Bild: VCG)

Die Ausbringungsleistung einer Presse oder Pressenlinie ist ein elementarer Faktor in der Produktionskette. Genauso wichtig ist es aber, ungeplante Stillstände zu vermeiden. Um die Effizienz im Presswerk zu erhöhen, gilt es also, die Verfügbarkeit von umformtechnischen Anlagen zu sichern und ihre Produktivität zu erhöhen.

Auf der Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ am 30. September in Sindelfingen werden Lösungen und Anwendungsbeispiele für die betrieblichen Abläufe aufgegriffen und Einsatzmöglichkeiten präsentiert. In praxisnahen Vorträgen werden verschiedene Handlungsfelder beleuchtet, die zu einer Effizienzsteigerung beitragen. Neben den Produktionsanlagen selbst stehen dabei auch Lösungen aus dem Peripheriebereich im Fokus, wie beispielsweise Werkzeuge, Qualitätssicherung, Handhabung und Simulation. Vertreter der Pressenspezialisten Millutensil, Seyi und Fagor Arrasate gemeinsam mit Dreher Automation sowie der Antriebshersteller Voith, den Handhabungs- und Spannprofis Formhand, Avac, Misati und Destaco, den Fachleuten von Autoform Engineering und dem Messtechnikcrack GOM lassen Sie an ihrem Wissen teilhaben.

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Für Keynote-Speaker Thomas Marschollek, dem Leiter des Presswerks bei Läpple Automotive, bedeutet : „Mehr Effizienz im Presswerk die Versorgung der externen sowie internen Kunden mit der bestmöglichen Qualität sowie auch Quantität mit dem geringstmöglichen Ressourceneinsatz. An erster Stelle steht für mich dabei die Teilequalität. Ich möchte für jedes ausgelieferte Produkt nur einen Hub machen und es dann auf direktem Weg zum Kunden bringen.“ Er formuliert in seiner Keynote die Herausforderungen und die Erwartungen, die aktuell mit dem Betreiben einer Presse in Zusammenhang stehen.

Moderne und progressive Antriebstechnik

Effizienz im Presswerk bedeutet unter anderem auch den Einsatz moderner und progressiver Antriebstechnik im Bereich der Hauptantriebe. Hier ermöglichen beispielsweise die Lösungen von Voith hohe Geschwindigkeiten bei freier Programmierbarkeit des Hubverlaufes und somit eine Steigerung des Pressen-Outputs bei gleichzeitiger Schonung der Werkzeuge. „Wir bieten unterschiedliche progressive Antriebslösungen für den Einsatz in Pressen. Für kleine Pressen von 50 bis 500 kN bieten wir autarke Servoantriebe, CLDP und CLSP, an. Für Pressen von 500 bis 10.000 kN können Pressenbetreiber den autarken Pressenantrieb PDSC einsetzen. Und für Pressen ab 10.000 kN sehen wir den Servohybrid-Pressenantrieb PSH als vorteilhafte Lösung“, benennt Bert Brahmer, CTO der J.M. Voith SE & Co. KG in Rutesheim, geeignete Lösungen von Voith.

Fest steht: Presswerke sind sehr teure und komplexe Anlagen. Sie können nur effizient arbeiten, wenn sie voll ausgelastet sind. Dies ist bei sinkenden Losgrößen vor allem durch eine steigende Flexibilität realisierbar. Darüber hinaus müssen wertvoller Platz sinnvoll eingesetzt und vorhandene Betriebsmittel mehrfach beziehungsweise multifunktional genutzt werden. Die Formhand Automation GmbH aus Braunschweig hat sich vor diesem Hintergrund auf universelle Greifkissen und damit realisierte Handhabungslösungen für die Blechfertigung spezialisiert. Das Unternehmen bietet mit den FH-R80, FH-R150 und FH-E3020 Greifkissen in verschiedenen Formen und Größen an, sodass für jede Bauteilfamilie ein hochflexibler, selbstanpassungsfähiger Greifer gebaut werden kann.

Das Wichtigste ist bei allem natürlich die Qualität. Um diese zu gewährleisten empfiehlt sich rentable 3D-Messtechnik – sie steht für Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Presswerk. Im Gegensatz zu den üblich eingesetzten Messmitteln wie taktilen 3D-Koordinatenmessgeräten ermöglicht die optische 3D-Messtechnik eine berührungslose, flexible, und flächenhafte Messung der Bauteile und Werkzeuge. „Absolute und analysefähige Messergebnisse stehen dadurch in kurzer Zeit direkt in der Produktion zur Verfügung. Da die Visualisierung der Messergebnisse immer durch die Geometriedaten (CAD) unterstützt werden kann, ist ein einfaches und schnelles Verständnis der Information gewährleistet“, erläutert Marco Ostermann Sales Engineer bei der GOM GmbH.

Standardisierte Anlagenkonzepte ermöglichen Flexibilität

Unter dem Motto „Kundenanforderungen schneller umsetzen und durchstarten“ haben sich die beiden Unternehmen Fagor Arrasate und Automatic-System Dreher entschieden, eine Kooperation im Bereich standardisierter Pressen in Monoblockbauweise zu gründen - Press2perForm. „Die Anforderungen an Produktivität, Reproduzierbarkeit und Qualität sind die Grundlagen für eine erfolgreiche und effiziente Fertigung. Durch die Standardisierung sind die Anlagenkonzepte flexibel, schnell umsetzbar und schnell beim Kunden produktionsbereit. Mittels eines Pressen- und Automationskonfigurators kann innerhalb die Fertigungslinie individuell zusammengestellt werden. Der große Vorteil hierbei ist, die vielfältige Wahlmöglichkeit in Bezug auf Presskraft, Antriebssysteme und die Kombination dieser mit einer Bandanlage, einem Transfer oder in einer entsprechenden Kombination“, geben Marc Decker (Dreher) und Claus Dratz (Fagor Arrasate) einen Ausblick auf ihren Vortrag.

Neben den Vorträgen bietet die Veranstaltung eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Eine Ausstellung begleitet die Fachtagung.

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