Bain-Studie So machen Sie Ihren Einkauf flott

Redakteur: Jürgen Schreier

Noch immer steckt im Einkauf großes Optimierungspotenzial. Das hat die Unternehmensberatung Bain & Company festgestellt. Konsequenz: Ein solider Umbau der Beschaffungsorganisation bringt dauerhafte Kostenvorteile. Dabei ist laut Bain der Fokus auf bessere Entscheidungen und langfristige Mitarbeiterentwicklung zu legen.

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Dr. Klaus Neuhaus, Partner bei Bain & Company: „Tatsache ist, dass das Geheimnis eines sehr guten Einkaufs im Zuhören und Zusammenarbeiten liegt – sowohl innerhalb der Einkaufsabteilung als auch mit den anderen Bereichen und den Lieferanten.“
Dr. Klaus Neuhaus, Partner bei Bain & Company: „Tatsache ist, dass das Geheimnis eines sehr guten Einkaufs im Zuhören und Zusammenarbeiten liegt – sowohl innerhalb der Einkaufsabteilung als auch mit den anderen Bereichen und den Lieferanten.“
(Bild: Bain)

In vielen Industrieunternehmen macht die Beschaffung 50 bis 80 % der Gesamtkosten aus. Entsprechend gerät der Einkauf meist zuerst ins Blickfeld, wenn Kosten gesenkt werden sollen. Tatsächlich erzielt der Umbau der globalen Einkaufsorganisation, abhängig von Branche und Entwicklungsstand, 8 bis 10 % an einmaligen Kostensenkungen sowie drei bis vier Prozent in den darauffolgenden Jahren.

Das Geheimnis eines sehr guten Einkaufs liegt im Zuhören und Zusammenarbeiten

Das zeigt die aktuelle Studie „Building a world-class global procurement organization“ der internationalen Managementberatung Bain & Company. Entscheidend für den Erfolg sind faktenbasierte Entscheidungen und ein Vorgehen, das alle internen und externen Faktoren berücksichtigt.

Dass der globale Einkauf in den meisten Unternehmen nicht so funktioniert wie erwartet, hat viele Gründe: regionale Unterschiede in den Lieferanten- und Marktstrukturen, unklare Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege, umständliche Einkaufsprozesse mit mangelnder Flexibilität und Mitarbeiter, die für die Bandbreite der zu bewältigenden Einkaufskategorien unzureichend ausgebildet sind.

„Oft dienen diese Argumente als Ausrede. Doch sie enthalten einen wahren Kern, der angegangen werden muss“, erklärt Dr. Klaus Neuhaus, Partner bei Bain & Company und Autor der Studie. „Tatsache ist, dass das Geheimnis eines sehr guten Einkaufs im Zuhören und Zusammenarbeiten liegt – sowohl innerhalb der Einkaufsabteilung als auch mit den anderen Bereichen und den Lieferanten.“

Die richtige Struktur für jede Warengruppe

Am Anfang einer globalen Einkaufsorganisation stehen die Überlegungen, wie jede einzelne Waren- und Leistungsgruppe gemanagt werden soll und welche regionalen und produktspezifischen Ausnahmen innerhalb der Warengruppe gelten. Gute Ergebnisse liefert die Ausrichtung an unbestreitbaren Fakten. Bei den externen Fakten handelt es sich zum Beispiel um die Vielfalt der Anbieter, die Transportkosten und die technischen Spezifikationen für jede Warengruppe. Ebenso wichtig sind die internen Fakten wie Einkaufsmengen, Lieferorte sowie erwartete Skaleneffekte.

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