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Design Tech So sehen Maschinen im Jahr 2020 aus

Redakteur: Claudia Otto

Maschine 2020 lautet das Projekt des Landesnetzwerks Mechatronik BW und des Designunternehmens Design Tech. In einem Innovationsworkshop haben sich Entscheider und Wissensträger aus der Industrie zusammen mit Design Tech mit Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten von Veränderungen im Maschinenbau befasst.

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Designer Jürgen R. Schmid und sein Team von Design Tech haben zusammen mit Experten aus der Industrie die Maschine der Zukunft entworfen.
Designer Jürgen R. Schmid und sein Team von Design Tech haben zusammen mit Experten aus der Industrie die Maschine der Zukunft entworfen.
(Bild: Otto)

Die Fragestellung lautete: Welche erfolgsorientierten oder revolutionären Schritte wird es in der Maschinenbaubranche geben? Beteiligt waren Experten von Unternehmen wie Aradex, Festo, KBA, MAG und Schnaithmann.

Die modulare Maschine – idealer Ausgangspunkt für Produktionsnetzwerke

Das Konzept der Modularität betrachteten die Experten als zukunftsfähig. Denn neue Automatisierungskonzepte, basierend auf den Einsichten der Mechatronik und einer explodierenden Rechnerleistung, haben die Möglichkeiten für Modularität im Maschinenbau erweitert.

Weiteres Potenzial werde durch die Cloud voraussichtlich bis zum Jahr 2020 erschlossen sein. Eine modulare Maschine sei daher der ideale Ausgangspunkt für Produktionsnetzwerke, in denen Aufträge durch situatives Aggregieren der Funktionen erledigt werden.

Mit dem Baukastensystem werden Anlagen schneller konfiguriert und in Betrieb genommen. Zudem seien auch Wartung, Reparatur und Retrofit dadurch einfacher. Das strukturierte Vorgehen in der Entwicklung, welches das Baukastensystem erzwingt, schütze vor Overengineering.

Module seien auch ein idealer Ausgangspunkt für eine verbesserte Bedienkommunikation. Indem sie eine genau abgegrenzte Aufgabe oder Funktion erfüllen, schaffen sie nach außen Klarheit und Einfachheit, so die Meinung der Experten. Eine gute Gestaltung verhelfe dem Baukastenprinzip der Maschinentechnologie zu maximaler Wirkung. Die Gestaltung könne die Idee des Baukastens kommunizieren, sodass im Gehäuse eine visuelle Anleitung zur Anlagenkonfiguration eingeschrieben ist.

Module bestehen aus intelligenten Textilien und Leichtbaumaterialien

Im Zukunftsszenario stellt der Maschinenbauer die Einzelmaschine per Konfigurator individuell für den Kunden zusammen. Die Module bestehen aus recycelbaren, intelligenten Textilien und Leichtbaumaterialien. An ihrem Bestimmungsort in der Produktion des Kunden werden die Einzelmaschinen über eine Fördereinrichtung mit einzeln steuerbaren Fördercontainern (für Werkstücke oder Späne) miteinander verbunden.

Mit der Eingabe der Daten des Fertigungsauftrags läuft die Produktion in der Maschinen-Cloud selbsttätig ab. Der Maschinenpark organisiert sich selbst. Beschädigte Module werden automatisch erkannt und über die Fördereinrichtung ausgetauscht.

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