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Unbekannte Werkzeug-Information lernen Software lernt dazu

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die neue Version der Software Sheet Metal Works von SPI ist jetzt lernfähig. Damit erspart sie dem Anwender so manchen zeitaufwendigen Arbeitsschritt. Am Messestand zeigt SPI diese Neuheit.

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Der Anschluss in der Mitte des Blechteils ist ein SPI-Standardwerkzeug und wird automatisch erkannt.
Der Anschluss in der Mitte des Blechteils ist ein SPI-Standardwerkzeug und wird automatisch erkannt.
(Bild: SPI)

SPI Sheet Metal Works unterstützt seit je her die Bearbeitung von Blechteilen mit Umformwerkzeugen. Die Software ermöglicht das direkte Exportieren der Abwicklungsgeometrie, zum Beispiel in das Tru-Tops-GEO-Dateiformat und erkennt dabei standardmäßig eine breite Palette von typischen parametrischen Stanz- und Umformwerkzeugklassen. Die dafür benötigte Information kann beispielsweise aus Tru Tops Datenbanken auf einfache Weise in den SPI-Werkzeugeditor eingelesen werden. Was aber ist mit Werkzeugen, die das Programm nicht erkennt? Bisher konnte der Anwender Werkzeuge, die zunächst nicht identifiziert wurden, mithilfe des Befehls „Fertigungsinformationsattribut“ am Modell auswählen und zum Beispiel die Werkzeug-ID für die Abwicklung manuell festlegen. Die zur diesjährigen Blechexpo in Stuttgart gezeigte neue Version des SPI Sheet Metal Works macht das Ganze nun noch komfortabler: Mit der neuen „lernenden Werkzeugerkennung“ kann SPI die Geometrie einer Umformung, deren Fertigungsinformationen und Positionierung lernen. Dazu öffnet der Anwender ein Blechteil mit einem bisher unbekannten Werkzeug und ruft das Kommando Werkzeug lernen auf. Anschließend braucht er lediglich die Umformung auszuwählen und die Positionierung sowie die Fertigungsinformationen für die Abwicklung festlegen. Von nun an erkennt SPI SheetMetalWorks bei Abwicklungsvorgängen von jedem Blechteil, das eine identische 3D-Geometrie aufweist, automatisch alle fertigungsrelevanten Informationen. Gelernt ist gelernt.

Die neue Version von SPI Sheet Metal Works wurde für das Handling von Mehrkörper-Teilen optimiert. Befinden sich mehrere Blechkörper in einem Teiledokument, dürfen diese nun unterschiedliche Materialdaten besitzen. Jedem Körper kann also eine eigene Blechdicke, ein eigenes Material und Biegewerkzeug sowie eine eigene Verkürzungsart für die Abwicklung zugewiesen werden. Ein Körper kann weiterhin einzeln abgewickelt werden. Zusätzlich ist die Aktualisierung der Abwicklungen aller Körper auf Knopfdruck möglich. Abwicklungen eines Blechkörpers, der in unterschiedlichen Konfigurationen vorliegt, können jetzt auf demselben Blatt einer Zeichnung erstellt werden. Die gewählte Startkante für die Abwicklung muss keine gerade Kante mehr darstellen. Dadurch ist es möglich, auch kreisförmige Bleche abzuwickeln, die keine gerade Kante besitzen.

SPI GmbH auf der Blechexpo: Halle 1, Stand 1112

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