CAD/CAM-Software Softwarehersteller Alma und Missler Software rücken zusammen

Redakteur: Stefanie Michel

Die zwei französischen CAD/CAM-Softwareentwickler Alma und Missler Software vereinen ihre Tätigkeiten und Alma übernimmt einen geringen Anteil des Kapitals von FMS, der Holding der Missler Software. Dieser Schritt soll mit der Zeit zu einer Fusion der beiden Unternehmen führen – sowohl der Produktpaletten als auch der Händlernetzwerke.

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Laurence Ruffin, Generaldirektorin von Alma, und Christian Arber, Generaldirektor von Missler Software, gaben die Partnerschaft der Unternehmen bekannt.
Laurence Ruffin, Generaldirektorin von Alma, und Christian Arber, Generaldirektor von Missler Software, gaben die Partnerschaft der Unternehmen bekannt.
(Bild: Alma)

Dieser Zusammenschluss ermöglicht der Alma-Missler-Group, eine erweiterte und integrierte CAD/CAM/ERP-Software anzubieten, eine relevante Größe zu erreichen, um das internationale Wachstum voranzutreiben und ausreichend Ressourcen für Forschung und Entwicklung bereit zu stellen. Bis zum Sommer sind mehrere Projekte geplant, die der Fusion ein konkretes Gesicht geben sollen.

Alma und Missler planen neuartiges CAM/CAM/ERP-Angebot

Da beide Produktpaletten von Alma und Missler Software ergänzend sind, wird der neue Konzern Alma-Missler-Group alle Bereiche der Produktion mit einem völlig integrierten CAD/CAM/ERP-Angebot ansprechen können. Gemeinsam will man auf den internationalen Wachstumsmärkten erfolgreich bestehen.

Der Zusammenschluss stärkt, denn der neue Konzern hat über 300 Mitarbeiter, ist Marktführer in Frankreich und weltweit bereits in mehr als 20 Ländern durch Niederlassungen und Reseller vertreten. Mit der Kooperation lassen sich Kosten einsparen, sodass mehr Ressourcen für Research & Development, Innovation und Entwicklung von neuen Märkten vorhanden sind.

Durch Zusammenschluss mit internationalen CAD/CAM-Anbietern konkurrieren

Der Zusammenschluss zwischen Alma und Missler Software wird die Verschmelzung zu einem Softwareentwickler ermöglichen, der mit den wichtigen internationalen CAD/CAM-Anbietern in bezug auf internationale Präsenz und angebotene Produktpalette konkurrieren kann. Alma und Missler Software verfügen bereits über eine internationale Präsenz, denn etwa 60 % der Lizenzen werden außerhalb Frankreichs verkauft. Gemeinsam soll diese Präsenz festigt und neue Märkte erschlossen werden.

Im Gegensatz zu einem Finanzprojekt hat diese Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in erster Linie das Ziel, die Fortführung einer starken Produktlinie, die Verstärkung der Investitionen und das Wohlergehen und die Motivation der Mitarbeiter zu sichern. Dank eines geringen Überschneidens der beiden Produktlinien und einem positiven ökonomischen Umfeld während der weltweiten Finanzkrise wird es keine Arbeitsplatzverluste geben.

Alma und Missler Software planen zuerst eine Probezeit von 18 bis 24 Monaten, in denen die beiden Unternehmen den Zusammenschluss umsetzen und eng miteinander arbeiten werden. Die Hauptpunkte dabei werden sein:

  • Schnittstellen zwischen Topsolid (CAD) und Alma (CAM) als erster Schritt
  • Entwicklungsplan für die zukünftige CAM-Lösung für die Blechverarbeitung
  • Analyse des Synergiepotentials im Bereich der Robotik
  • Analyse und Planung einer Zusammenführung der CAD/CAM-Lösung für die Holzbearbeitung
  • Bestimmung und Zusammenlegung von Komponenten (Blechabwicklung, Schachtelung, Roboter-Algorithmen, CAD-Modellierer)
  • Beide Unternehmen werden in Frankreiche beide Produktpaletten anbieten
  • Für die Blechverarbeitung wird eine progressive Konvergenz zu einer CAM-Software angestrebt, die von beiden Unternehmen gemeinsam entwickelt wird
  • in Frankreich Vertrieb von Topsolid Design durch Alma für alle CAD-Anforderungen
  • Gemeinsame Teilnahme an Messen und anderen Verkaufsveranstaltungen
  • Einführung der Alma Produktlinie bei den Vertriebspartnern von Missler Software weltweit und umgekehrt mit dem Ziel, möglichst viele lokale Vertriebsverträge abzuschließen, insbesondere in Brasilien, Italien, Deutschland, Japan und Korea.
  • Gemeinsame Strategie, um neue Märkte ansprechen zu können
  • Ein Mitglied von beiden Unternehmen sitzt in der Unternehmensleitung des anderen
  • Treffen der Mitarbeiter nach Arbeitsgebieten
  • Gemeinsame Standorte.

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